«Kukuk»

«Kukuk» lädt zum Lachen ein

Seit zwei Jahrzehnten gestalten in Unterkulm die sieben Mitglieder der Kulturkommission das kulturelle Leben im Dorf mit. Die heutige Präsidentin, Maya Döbeli, ist seit Beginn dabei.

Peter Siegrist

Die Kulturkommission Unterkulm hat sich den Namen «zum Kukuk» gegeben. Kultur, Unterkulm und anstelle der Taube aus dem Kulmer Wappen ein Kuckuck, so sei der Name entstanden, erklärt Maya Döbeli. Wer im Internet die Seite www.zumkukuk.ch anklickt, wird vom Ruf des Kuckucks empfangen.

Am 4. September feiert die «Kukuk» in der Aula der Bezirksschule ihren 20. Geburtstag mit einem Lachfestival. Drei Künstler geben sich in Unterkulm die Ehre: Ferruccio Cainero, Flurin Caviezel und Michaela Maria Drux treten auf. Kabarett, Musik, Lieder in allen vier Landessprachen erwarten die Festivalbesucher.

Kultur heisst auch Begegnen

Maya Döbeli ist in der Kulturkommission eine Frau der ersten Stunde. Während der letzten 20 Jahre hat sie die Arbeit der Kommission mitgetragen. «Kultur bedeutet für mich Begegnung im Dorf, das ist meine Motivation», sagt Döbeli.

Bis zum Ende der 1980-Jahre habe die Gemeinde Unterkulm vereinzelt kulturelle Anlässe unterstützt, sagt Döbeli, dann sei es zur Gründung einer Gruppe gekommen. «Ziel der Behörde war es damals, mehr Kontinuität ins kulturelle Dorfleben zu bringen.»

Grundlagen dank Umfrage

Damit die Kommission bei der Gestaltung des Programms nicht im Luftleeren schwebte, hatte sie in der Gemeinde eine Umfrage lanciert. «So haben wir eine Grundlage für unsere Arbeit erhalten», sagt Döbeli. Anlässe wie das klassische Konzert in der Kirche oder das Theater für Kinder sind bereits zur Tradition geworden. «Wir sehen es als unsere Aufgabe, auch Künstler aus der Umgebung ins Programm einzubinden», erklärt Döbeli.

Die Kukuk wählt die Darbietungen sorgfältig aus. «Wir gehen regelmässig an die Kulturbörse in Thun. Da kommen wir in direkten Kontakt mit den Künstlern.» sagt Döbeli. Heute untersteht die Kulturkommission dem Gemeinderat und konstituiert sich selber. Die Gemeinde spricht jedes Jahr einen Budgetbetrag im Rahmen von rund 12 000 Franken. Die sieben Mitglieder leisten ihre Arbeit praktisch ehrenamtlich, sie erhalten lediglich ein Sitzungsgeld.

«Vor zwanzig Jahren organisierten wir vier Anlässe pro Jahr», erinnert sich Maya Döbeli, «heute sind wir bei zehn bis zwölf Veranstaltungen angekommen.» Dank der Gemeinde und verschiedenen Sponsoren hat die «Kukuk» die Möglichkeit, die Eintrittspreise für die Veranstaltungen tief zu halten. «Unsere Tickets kosten um die 20 Franken.»

@ | www.zumkukuk.ch

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