Ausstellung

«Kommunikationsklinik» hilft bei E-Mail- und Handy-Stress

Kommunikation kann krank machen, zeigt das Museum für Kommunikation in Bern (Archiv)

Kommunikation kann krank machen, zeigt das Museum für Kommunikation in Bern (Archiv)

Seitenweise Werbung, Hunderte von E-Mails pro Tag, Handyterror in Zug und Bus: Die alltägliche Kommunikationsflut ist Thema einer neuen Ausstellung im Museum für Kommunikation in Bern. Die Wechselausstellung kommt als «Klinik für Kommunikation» daher.

Am Eingang werden die Besucherinnen und Besucher von Klinikdirektorin Sana van Belkom begrüsst und sehen sich dann als erstes 12'000 Büchern gegenüber, wie das Museum am Mittwoch mitteilte. Das entspricht der Menge an Information, die weltweit täglich verbreitet wird.

In der Folge werden die Besucher - wie beim Arzt - aufgefordert, ihre "Krankheitsgeschichte" zu schildern, sprich: An einem Bildschirm ihr Kommunikationsverhalten anzugeben. Das Resultat ist der sogenannte Persönliche Kommunikations-Index PKI, der Nutzen, Spass oder Leiden jedes Ausstellungs- respektive Klinikbesuchers ausweist.

Auf dem weiteren Gang durch die "Klinik" folgen Wellness-Oasen zur Behandlung und Beratungsstationen für eine ausgewogene Kommunikation. Dort wird etwa die Eisenhower-Matrix für die Triage der Informationsflut vorgestellt: Die Einteilung in wichtig/nicht wichtig und dringend/nicht dringend - und was daraus zu folgern ist.

Beim Austritt erhalten die Besucher "Comucaïne", ein Medikament mit den wichtigsten Tipps zur ausgewogenen Kommunikation, und wer eine Fernbehandlung nötig hat, findet Klinikdirektorin Sana van Belkom auf der Internetseite Facebook.

Wie beim Essen gelte bei der Kommunikation: Allzuviel ist ungesund, schreibt das Museum. Ausgewogenheit laute die Devise. Das fördere das Wohlbefinden und mache Spass. "Warnung: Kommunizieren gefährdet." dauert vom 4. November 2011 bis zum 15. Juli 2012.

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