Laufen

Kleines Jubiläum für grossen Markt

Ein Markt wie ein Volksfest: Der Laufner 1.-Mai-Markt lockt die Leute in Scharen an – die Veranstalter sprechen von mehr als 20 000 Personen. (Bild: Heiner Leuthardt)

Markt

Ein Markt wie ein Volksfest: Der Laufner 1.-Mai-Markt lockt die Leute in Scharen an – die Veranstalter sprechen von mehr als 20 000 Personen. (Bild: Heiner Leuthardt)

Der Laufner 1.-Mai-Markt lockte schätzungsweise 20 000 Personen an. Vor zehn Jahren fand man eine Lösung, um den Markt und die Interessen der Geschäftsinhaber zu koordinieren.

Heiner Leuthardt

Immer wieder bildeten sich kurze Staus vor Laufen auf der H18, weil Besucher des traditionellen 1.-Mai-Markts auf die Einfahrt in einen der zahlreichen Parkplätze in der Peripherie warten mussten, darunter auch ein grosser Reisebus aus dem Raum Zürich. «Wir haben Besucher aus der ganzen Region, aber auch aus dem Badischen und aus dem Elsass», sagt die Laufner Marktchefin Regina Zuber. Der Car mit Marktbesuchern aus Zürich bringt sie ins Staunen, das von einem zufriedenen Lachen abgelöst wird.

Problem mit einer Terminkollision

Vor zehn Jahren sei der 1.-Mai-Markt erstmals in der heutigen Form durchgeführt worden. Auslöser war eine Terminkollision. Der traditionelle Monatsmarkt findet regelmässig am 1. Dienstag im Monat statt. Dieser kann auf den 1. Mai fallen. An diesem hatten die Laufner Läden offen - eine Tradition, die auf die Berner Zeit zurückgeht. Deshalb musste an diesen Dienstagen der Markt verschoben werden. «Für den Markt war dies schlecht. Es funktionierte nicht, weil die Leute fernblieben», erinnert sich Oskar Herzig, der ehemalige Präsident des Marktverbandes Nordwestschweiz.

Gebiete sauber aufgeteilt

Letztlich fanden sich alle Interessensgruppen unter der Federführung der Stadt zur Lösung, dass die Markthändler vom Untertor über die Viehmarktgasse bis zum Bahnhof ihre Stände aufstellen. Die Hauptstrasse aber bleibt den Ladenbesitzern und Vereinen vorbehalten, und beim Birscenter dehnt sich ein Flohmarkt aus.

«Diese vor zehn Jahren eingeführte Lösung hat sich bewährt», sind sich Regina Zuber und Oskar Herzig einig. Aber dass man nun das kleine Jubiläum feiern könnte, daran haben sie nicht gedacht. Für sie ist der Markt sowieso ein Fest, wenn sie das Markttreiben beobachten, wo die Leute bei Ständen stehen oder dichtgedrängt vorbei gehen. Beim Obertor lauscht eine Gruppe versonnen der Drehorgel von Vanessa Schöpfer. «Sie ist die jüngste Drehorgelspielerin bei den Drehorgelfreunden Basel», verrät stolz ihr Grossvater Hugo Schöpfer, bevor er mit seiner Drehorgel übernimmt. In Laufen seien 16 Drehorgeln im Einsatz, strahlt er. Apropos strahlen: Unweit von ihnen ist ein gewiefter Verkäufer eines Putzmittels daran, sein Produkt an die Leute zu bringen. Dieses bringe alles zum Strahlen, auch den Perserteppich. Die Leute staunen.

Beschaulichkeit erlebt man dafür am Stand einer Frau, die Naturprodukte, wie mit Naturfarbe gefärbte Wolle oder kunstvoll aufgearbeitetes, knorriges Holz verkauft. Hochbetrieb herrscht an den Bratwurstständen. Da muss man anstehen wie die Knirpse, wenn sie bei der kleinen Bimmelbahn beim Rathausplatz einsteigen wollen.

«Die Leute sind da und kommen in unsere Geschäfte, schauen, was wir haben. Manche kaufen auch etwas, viele aber kommen später wieder», sagt Stadtrat und Ladenbesitzer Walther Bucher. Wie sagen die Freunde des Laufner Marktes immer wieder: «Es ist nicht nur ein Markt, es ist auch ein Volksfest.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1