Das Münchener Trio PauL (Poesie aus Leidenschaft) überzeugte die Publikumsjury mit einer satirischen Performance über Börsenmakler, die unter anderem zur Einsicht gelangt sind, dass "Habgier kein Imperativ" ist. Immerhin in den Final geschafft hatte es das Team SMAAT des Baslers Gabriel Vetter; 2007 hatte diese Formation den Meistertitel geholt.

Mit der gebürtigen Schaffhauserin Lara Stoll trat eine weitere frühere Siegerin an. 2006 hatte sie den U20-Titel gewonnen. In der "Erwachsenenliga" blies ihr heuer ein herberer Wind entgegen. Auch ihr gelang immerhin die Finalqualifikation. In der Kategorie U20 schliesslich scheiterte mit Laurin Buser ein weiterer Schweizer erst im Final.

Insgesamt 250 Slam-Poeten und Wortsportlerinnen, darunter über 20 Schweizer, kämpften vom 29. bis 31. Oktober in Düsseldorf um den Deutschsprachigen Meistertitel.

Slam Poetry wurde 1986 vom Chicagoer Bauarbeiter und Hobbylyriker Marc Smith alias "Slampapi" erfunden. Smith störte es, dass Dichterlesungen immer so öd sind. Deshalb etablierte er Lesungen, bei denen das Publikum Preise vergab. Aus dieser Herausforderung heraus entstand eine Form der Lyrik, bei der die Performance und das Gaudi im Vordergrund stehen.