Kulturpolitik
Keine höheren Beiträge für die Aargauer Kultur-Leuchttürme

Der Kanton Aargau hat mit vier der neun Leuchtturm-Betrieben die Leistungsvereinbarung erneuert. Aber er hat Argovia philharmonic, KiFF Aarau, Künstlerhaus Boswil und Murikultur keine Erhöhung gewährt.

Sabine Altorfer
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Thomas Pauli-Gabi, der neue Leiter der Abteilung Kultur im Aargau.

Thomas Pauli-Gabi, der neue Leiter der Abteilung Kultur im Aargau.

Alex Spichale

Die Leuchttürme sind zu Fixpunkten auf der Aargauer Kulturkarte geworden. Damit sie das bleiben, erneuerten Kulturminister Alex Hürzeler und die Kulturkommission mit vier der neun Institutionen den Energie-Lieferungs-Vertrag, also die Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2014 bis 2016.

Argovia philharmonic (ehemals Aargauer Symphonie Orchester), KiFF Aarau, Künstlerhaus Boswil und Murikultur haben bewiesen, dass die Betriebsbeiträge des Kantons Wirkung haben. Doch alle bekommen gleichviel wie bis anhin, obwohl sie Erhöhungen beantragt haben.

Die Leuchttürme müssen sich weiterentwickeln, wollen sie ihre Strahlkraft erhöhen oder auch nur erhalten. Argovia philharmonic wollten für die ehrgeizigen Pläne vom Kanton 20 Prozent mehr Geld. Doch es bleibt bei 400 000 Franken. «Das ist viel Geld, gerade im Vergleich mit den anderen», sagt Geschäftsführer Christian Weidmann, «aber wie wir damit über die Runden kommen, ist eine grosse Herausforderung.»

Das KiFF beantragte zu den bisherigen 200 000 Franken 10 Prozent mehr. «Die Saalanlage sollte ersetzt werden», sagt Simon Kaufmann. Seine Reaktion: «Leichtes Bedauern, aber die Freude über den Betriebsbeitrag ist grösser.» Boswil bekommt auch zukünftig 350 00 Franken. Und Murikultur, das 200 000 beantragte, bleibt bei 150 000 Franken pro Jahr. «Wir bedauern den Entscheid, aber die Dankbarkeit überwiegt», sagt Geschäftsführerin Andrea Freund.

Auffällig ist: Es gibt zu den bestehenden neun Leuchttürmen keine neue Institution, welche einen der begehrten Betriebsbeiträge bekommt. Warum dies? und warum keine Beitrags-Erhöhungen? Der neue Kulturchef Thomas Pauli-Gabi erklärt es als Auswirkung des regierungsrätlichen Sparpaketes 2015–2017, das eben auch die Kultur betreffe. «Es gibt für die sogenannten Leuchttürme keine Erhöhung und die Aufnahme einer weiteren kulturellen Institution von mindestens kantonaler Bedeutung wurde vorläufig sistiert.»