Schmidt setzte sich einen Tag vor der Eröffnung der Buchmesse im Finale gegen fünf andere Bücher durch, darunter den favorisierten Roman "Atemschaukel" der frischgekürten Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller.

In ihrem stark autobiografisch geprägten Roman erzählt Schmidt die Geschichte einer Frau, die nach einer Hirnblutung im Spital aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Langsam erobert sie sich die Welt zurück.

In den Kritiken war in den vergangenen Monaten die Präzision und die Geduld gerühmt worden, mit der Schmidt die Geschichte der Wiedergenesung und der Wiedergewinnung der Sprache beschreibt. Schmidt hatte dafür jüngst auch den renommierten "Preis der SWR-Bestenliste 2009" erhalten.

Schmidt, 1958 in Gotha/Thüringen geboren, hatte 2002 selbst eine Hirnblutung erlitten und war lange Zeit unfähig zu sprechen. Die Mutter von fünf Kindern arbeitete vor ihrer Schriftstellerkarriere unter anderem als Psychologin und Sozialwissenschaftlerin.

In der DDR publizierte sie Gedichte und erhielt 1988 den Anna-Seghers-Preis. Nach der Wende wurde sie 1993 mit dem Leonce-und-Lena-Preis und 1998 dem Heimito-von-Doderer-Preis ausgezeichnet.

Der Deutsche Buchpreis ist mit insgesamt 37'500 Euro dotiert, der Sieger erhält davon 25'000 Euro.