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Kathedrale läutet Lennon-Song - neue Ehren für Harrison

Beatles-Mitglied John Lennon (Archiv)

Beatles-Mitglied John Lennon (Archiv)

John Lennons Friedenshymne «Imagine» kommt in die Kirche: Die Glocken der Kathedrale in Liverpool werden den anti-religiösen Hit des verstorbenen Ex-Beatles im Rahmen eines Kunstprojekts am Samstag in einer Woche erklingen lassen.

Die Gemeinde in der Geburtsstadt der Beatles erklärte, sie sei sich des kontroversen Liedtextes bewusst, scheue aber nicht die "konstruktive Debatte". Die Glocken sind nach Angaben der Kirche die schwersten und höchsten der Welt und sind meilenweit zu hören.

Lennon hatte den Song aus dem Jahr 1971 als "anti-religiös, anti-konventionell und anti-kapitalistisch" beschrieben. Das Lied beginnt mit der Zeile "Imagine there's no Heaven" (Stelle Dir vor, es gibt keinen Himmel).

Die 13 Glocken der Kathedrale werden von sieben Glöcknern geläutet. "Dass wir zulassen, dass die Glocken geläutet werden, heisst nicht, dass wir mit dem Liedtext übereinstimmen", betonte ein Sprecher der Kathedrale. "Aber wir erkennen an, dass er uns zum Nachdenken bringt und dass es andere Weltanschauungen gibt."

Zu neuen posthumen Ehren kam auch Georg Harrison. Ein bisher unbekannter Liedtext vom Ex-Beatle, den er 1967 geschrieben hat, ist jetzt erstmals ausgestellt worden. Hunter Davies hatte das Papier während seiner Recherchen zur Beatles-Biografie auf dem Boden der Abbey Road Studios entdeckt und lange aufbewahrt.

Er habe den wertvollen Text vermutlich vor der Putztruppe in den Studios gerettet, teilte die British Library am Freitag in London mit, die das handgeschriebene Werk nun ausstellt.

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