Open Air
Jugendliche helfen, ein Open Air für Jugendliche zu organisieren

Der Schwerpunkt des Open Airs in Füllinsdorf ist die Jugendarbeit: Jugendliche sollen nicht nur konsumieren, sondern sich aktiv als Helfer engagieren.

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Open Air Füllinsdorf

Open Air Füllinsdorf

bz Basellandschaftliche Zeitung

Alessandra Paone

Ein Open Air von Jugendlichen für Jugendliche. So lautet das Motto der Organisatoren des Open Airs in Füllinsdorf nun schon seit einigen Jahren. «Bis jetzt haben wir unser Ziel immer erreicht», sagt OK-Mitglied Christian Huber. Sie hätten nie Schwierigkeiten gehabt, freiwillige Helfer zu finden.

Neben den beiden Jugendarbeitern Bettina Bieder und Juan Rodriguez arbeiten sämtliche Helfer - alles Füllinsdörfer oder ehemalige - ehrenamtlich für das Open Air. Die Jugendlichen werden dabei sowohl bei den Vorbereitungsarbeiten als auch bei der Durchführung des Events bewusst eingebunden. Das OK besteht aus sechs jungen Erwachsenen und Jugendlichen sowie dem Jugendarbeiter Juan Rodriguez.

Ein weiterer Kreis von rund 25 Jugendlichen kümmert sich um Aufgaben wie den Bühnenauf- und -abbau, die Bandansagen oder den Verkauf von Essen und Getränken. «Das Ziel ist nicht, einen möglichst grossen Anlass auf die Beine zu stellen», betont Huber. Vielmehr werde der Schwerpunkt auf die Jugendarbeit gesetzt.

Vom Kirchgemeindefest zum Open Air

Am kommenden Samstag findet nun das Füllinsdörfer Musikereignis bereits zum siebten Mal statt. 1997 ging es in kleinerem Rahmen das erste Mal über die Bühne. Dazwischen gab es jedoch mehrere Pausen. Entstanden ist die Idee für das Open Air aus einem Fest der reformierten Kirchgemeinde Frenkendorf-Füllinsdorf. «Wir wollten etwas für unsere jungen Leute tun», erzählt Rodriguez.

Konnten die Organisatoren im vergangenen Jahr das Basler Rap-Trio Brandhärd für das Open Air gewinnen, treten dieses Jahr nebst der Basler Band The Bianca Story der in Basel wohnhafte Berner Rapper Greis, die Baselbieter Gruppe Amici der Rap und das Fricktaler Combo Beefeaters auf. «Wir haben uns vor allem auf Rap und Hip-Hop konzentriert - eben Musik, welche die Jugendlichen anspricht», berichtet Christian Huber.

Unterstützt wird das Festival zu einem grossen Teil von der reformierten Kirchgemeinde Frenkendorf-Füllinsdorf. Diese stellt auch die Infrastruktur zur Verfügung. Weitere finanzielle Beiträge leisten die beiden Gemeinden Frenkendorf und Füllinsdorf sowie das ansässige Gewerbe. Die Kulturförderung Baselland übernimmt eine Defizitgarantie.

Die Gesamtkosten für das Open Air liegen ungefähr bei 16 000 Franken. Zu drei Vierteln wird der Anlass fremdfinanziert. Die durch die Eintritte erwirtschafteten Erträge reichen nicht weit - im Gegenteil. Rodriguez hat sich sogar schon überlegt, in Zukunft keine Eintrittsgebühr mehr zu verlangen. Dadurch würden gewisse Kosten, wie zum Beispiel für das Absperren des Geländes, wegfallen.

Lerneffekt wichtiger als der Gewinn

«Ein Eintrittspreis von 15 Franken bringt eben nicht viel Geld ein», sagt Rodriguez. Aber darum gehe es letztlich auch nicht, denn das Open Air sei nicht gewinnorientiert. Der aus dem Anlass resultierende Lerneffekt sei viel wichtiger.

Das Open Air findet auf dem Vorplatz des Feuerwehrmagazins in Füllinsdorf statt. Türöffnung ist um 17 Uhr. Die Tickets kosten im Vorverkauf 15, mit Colourkey 13 und an der Abendkasse
18 Franken. Das Konzert dauert bis Mitternacht. Danach findet bis 2 Uhr morgens eine After-Hour-Party im Jugendhaus Elefanten statt.

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