Jodellieder
Jodellieder, Jodlerklub Burgwäldli, Leuzingen

Die Gäste aus dem Appenzell, der Jodlerklub Bettlach und die Trachtengruppe Leuzigen hatten einen starken Auftritt. Gastgeber Jodelklub Burgwäldli aber gewann das Publikum mit den Melodien seines neuen Tonträgers.

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Kaspar Haupt

Der Jodlerklub Burgwäldli, Leitung Kathrin Henkel, eröffnete mit dem Lied «Frühlingsboten» von A. Bieri den Konzertabend. Im Programm war nicht nur die pure Lust am Jodeln spür- und hörbar. Die Formationen erfüllten gesanglich die Erwartungen des Publikums. Dessen schallendes Gelächter bewies, dass auch die Bonmots von «Sepp aus Grünen» alias Michael Jordi ankamen. Einfühlend im Klang und vor allem stimmlich bemerkenswert sauber, überzeugte die Appenzeller Jodlergruppe Hirschberg mit Bernadette, Mirjam, Bruno Fässler, Werner Huber und am Akkordeon Markus Bösch bei ihrem Auftritt. Das betraf nicht nur den traditionell im Appenzell gepflegten Naturjodel, sondern auch ihre Ratzliedli, die für Erheiterung beim Publikum sorgten. Dabei handelt es sich um schwungvoll vorgetragene Spott- und Neckverse. Klangschön und perlend klar war der Vortrag die beiden Jodlerinnen der Appenzeller Formation. Das Publikum geizte nicht mit Beifall.

Leuziger Jodler sind offen für Neues

Zu den mitwirkenden Gästen gehörte auch der Jodlerklub Bettlach. Die beiden Jodlerklubs Bettlach und Leuzigen verbindet nicht nur die Leitung durch Kathrin Henkel. Gemeinsam haben sie den Tonträger «Hie und änet dr Aare» produziert. Die musikalische Leitung des CD- Projektes lag ebenfalls in den Händen der bewährten Chorleiterin und Sängerin Kathrin Henkel. Der vom Gesamtchor dargebotene «Steinmandlijutz» von André von Moos bestach als voll tönender Klangkörper. Die Kostprobe steigerte beim Publikum die Neugierde auf den neuen Tonträger.
Mit dem Jodlerklub Burgwäldli hatte Kathrin Henkel nicht nur traditionelles Liedgut wie «Läbwohl, Mis Jodlerhärz» oder «Gartenzwärg» einstudiert. Sie bewies im Terzett, a cappella vorgetragen, dass die Leuziger Jodler und ihre Dirigentin offen sind für Neues, dass sie auch modernes Liedgut ins Repertoire einbauen. So fanden «Louensee» von Span, arrangiert von Klubmitglied Andreas Gerber und der Song des Jahres «Ewigi Liebi» tosenden Beifall am Frühlingskonzert. «Zwar sind dieser Rhythmus und die Melodie nichts für konservative Jodelohren, aber man will die Jugend mit solchen Liedern ansprechen», äusserte sich Kathrin Henkel.

Tänzerinnen singen auch

Mit komplizierten Tanzschritten setzte sich der vierte Gast des Abends, die Trachtengruppe Leuzigen, in Szene. Dabei bewiesen die Leuziger Frauen, dass sie nicht nur schrittgewandt sind, sondern auch singen können. Sie begeisterten mit dem Lied «Ich wünsch dir eine Rose» die Zuhörer. Einhellig das Fazit am Schluss des stimmigen Konzerts: Ein starker Auftritt aller Akteure.
Der Konzertabend wird am Gründonnerstag, 9. April um 20 Uhr in der «Alten Post» in Leuzigen wiederholt.

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