Filmprojekt

Jean-Jacques Annand verfilmt Chinas Kultbuch «Zorn der Wölfe»

Oscar-Preisträger Annaud (Archiv)

Oscar-Preisträger Annaud (Archiv)

Der französische Regisseur und Oscar-Preisträger Jean-Jacques Annaud wird den international bekannten chinesischen Roman «Der Zorn der Wölfe» verfilmen. Das Naturepos des Autors Jiang Rong ist das erfolgreichste Buch der neueren Geschichte Chinas.

Der 65-jährige Annaud werde seine Filmpläne am Dienstag in Peking enthüllen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus dem Umfeld des chinesischen Autors.

Der Film werde in China gedreht. Autor Jiang Rong und Regisseur Annaud kamen heute von einem rund zweiwöchigen, vorbereitenden Besuch im mongolischen Grasland zurück nach Peking.

Dem Franzosen, der als Abenteurer unter den europäischen Filmregisseuren gilt, wurde 1976 für "Sehnsucht nach Afrika" der Oscar für den besten ausländischen Film verliehen.

Er ist auch bekannt durch seine Tierfilme "Der Bär" (1988) und "Zwei Brüder" (2004) sowie seine Verfilmung des Bestsellers "Der Name der Rose" (1985) von Umberto Eco und "Sieben Jahre in Tibet" (1997) über den Österreicher Heinrich Harrer und den Dalai Lama.

Der autobiografische Roman "Zorn der Wölfe", der in diesem Jahr auch auf Deutsch erschienen ist, hat heftige Diskussionen ausgelöst. Er bescheinigt den vom Konfuzianismus und Ackerbau geprägten Chinesen, "schwach wie Schafe zu sein", während die Mongolen von der Kriegskunst der Wölfe gelernt hätten.

Autor Jiang Rong hat selbst elf Jahre unter Mongolen gelebt. Die politischen Kontroversen um das auch als nationalistisch gewertete Buch überdecken allerdings, dass es in dem Epos über weite Strecken vor allem um die bedrohten Tiere des Graslandes und das notwendige Gleichgewicht zwischen Mensch und Tier geht.

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