Pink Apple

Italienische Lesben und pinkige Äpfel

Italienische Lesben und pinkige Äpfel

Italienische Lesben und pinkige Äpfel

Am schwullesbischen Filmfestival Pink Apple in Zürich gibt es dieses Jahr viele Dokumentarfilme. «Trukulutru! E il sogno azzurro delle principesse» zum Beispiel zeigt die Lesbenszene in Italien.

Corinne Rufli

«Ich finde die italienischen Lesben hübscher als die deutschen», sagt Carina Wachsmann und lacht. Die deutsche Schauspielerin hat zusammen mit Regisseurin Ilaria Paganelli den Dokumentarfilm «Trukulutru! E il sogno azzurro delle principesse» realisiert.

Der Film ist eine Reise durch die Welt der italienischen Lesben und die Frauenbewegung der letzten 30 Jahre. «Wir haben Frauen aus der Politik, dem Showbusiness, der Ausgangsszene und der Kirche interviewt», sagt Wachsmann, die seit sechs Jahren in Rom lebt. «Die katholische Kirche wollte aber von unserem Thema nichts wissen», so die Deutsche. Und genau das sei auch der Grund für die fast unsichtbare Lesbenszene in Italien: «Die Kirche hat grossen Einfluss auf die Politik und die Familie, deshalb ist das Thema Homosexualität noch sehr tabuisiert.»

Dennoch stimmt der Film im Zeitalter Berlusconis optimistisch. «Es hat sich glücklicherweise viel verändert in Italien in den letzten Jahren», sagt die Schauspielerin, die am Pink Apple gemeinsam mit der Regisseurin anwesend sein wird. «Wir wollen mit dem Film der jüngeren Generation Mut machen, rauszukommen.» Zwischen den dokumentarischen Teilen des Films gibt es kurze märchenhafte Einschübe, die Wachsmann selber liest: Es ist die Fabel der Prinzessin Titiritesa, welche nach vielen Abenteuern die Prinzessin Wendolina vor einem Monster rettet. Die beiden verlieben sich ineinander und heiraten.

Auf demProgramm von Pink Apple stehen noch viele Liebesgeschichten – die sind aber schon bald ausverkauft, wie jedes Jahr an diesem beliebten Filmevent.

Pink Apple Schwullesbisches Filmfestival Zürich. 28. April bis 6. Mai.
Programm: www.pinkapple.ch

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