Auf dem Acker eines benachbarten Bauern in der Grafschaft Staffordshire fand der arbeitslose Terry Herbert mit seinem Metalldetektor etwa 1500 Einzelstücke, darunter vor allem Kriegsausrüstung. Der Schatz stammt vermutlich aus dem Siebten Jahrhundert und soll Millionen wert sein.

Archäologen halten den Schatz für bedeutender als der von Sutton Hoo in Ostengland. Dort fanden Archäologen vor 70 Jahren eine Grabstätte mit 1,6 Kilogramm Gold. "Dies wird unsere Ansichten über das angelsächsische England radikal verändern", sagte Leslie Webster, Expertin beim British Museum.

Ein Richter in Staffordshire deklarierte den Fund offiziell als Schatz - das bedeutet, dass er von Museen erworben werden kann.

Der Fund besteht aus 5 Kilo Gold und 1,3 Kilo Silber. Dazu gehören aufwendig dekorierte Schwertgriffe und Helm-Teile. Die Archäologen rätseln nun über die Herkunft des Schatzes. "Reichtum von solchem Ausmass muss wohl einem König gehört haben", sagte Roger Bland, der beim British Museum für Schätze verantwortlich ist.

Es könnte sein, dass die Besitzer die Stücke in gefährlichen Zeiten versteckt hätten, um sie später wieder auszugraben. Der Fundort liegt im einstigen angelsächsischen Königreich Mercia. Bland sagte, der Wert des Schatzes belaufe sich auf eine siebenstellige Summe.

Herbert hatte den Schatz im Juli in der Nähe seines Hauses entdeckt. Anschliessend buddelte er fünf Tage lang nach den Stücken und informierte Archäologen. "Ich habe mir ständig vorgestellt, was ich am nächsten Tag finden werde", sagte der 55-Jährige. Seinen Detektor habe er vor 18 Jahren auf einem Flohmarkt für ein paar Pfund gekauft.

Zwar wird es noch einige Zeit dauern, bis der genaue Wert der Entdeckung feststeht. Aber ist der Schatz einmal verkauft, geht das Geld an Herbert und den Bauern, unter dessen Feld das Gold schlummerte.