Mit 80'500 Eintritten ist die Komödie von Micha Lewinsky bisher der erfolgreichste Schweizer Film des Jahres. Doch das kann sich bald ändern: Seit kurzem fährt "Giulias Verschwinden" von Christoph Schaub nach einem Skript von Martin Suter auf der Überholspur.

In nur zwei Wochen wurden 50'000 Billets für die Komödie übers Älterwerden gelöst. Die "magische" Grenze von 100'000 könnte in ein paar Wochen durchbrochen werden. Damit ist der Streifen aber noch weit entfernt von der Zahl der Besucher, die den Hollywood-Streifen "Ice Age 3" sehen wollten.

In wenigen Wochen wurden über eine Million Tickets für den Animationsfilm verkauft - er war mit Abstand der erfolgreichste Film in den Schweizer Kinos, gefolgt von "Harry Potter 6", den nicht einmal halb so viele Zuschauer sehen wollten.

Nach zwei mageren Kinojahren mit unter 15 Millionen verkauften Billets ist René Gerber, Geschäftsleiter von Procinema, dem Dachverband für Kino und Filmverleih, zuversichtlich, dass die 15-Millionengrenze bis Ende Jahr wieder durchbrochen wird. Im Spitzenjahr 2002 waren 19 Millionen Kinobesuche verzeichnet worden.

Schweizer Filme werden nur marginal an der jüngsten Hausse teilhaben. Für "Cargo", den ambitionierten ersten Schweizer Sci-Fi-Spielfilm, wurden in seinem ersten Monat knapp 21'000 Eintritte registriert.

Und Pipilotti Rists "Pepperminta", der dieses Jahr die Ehre hatte, an die Filmbiennale Venedig eingeladen zu werden, generierte in sechs Wochen 13'000 Eintritte.