Solothurner Filmtage

Grosse Premiere und ein Bundesrat in Solothurn

Kulturminister Didier Burkhalter und seine Frau Friedrun in Solothurn

Kulturminister Didier Burkhalter und seine Frau Friedrun in Solothurn

Mit publikumsträchtigen Spielfilm-Premieren bestreiten die Solothurner Filmtage das Festivalwochenende. Am Freitagabend wurde der Tessiner Film «Sinestesia» von Erik Bernasconi in der Reithalle uraufgeführt.

Die Ankündigung liess eine Seifenoper befürchten; tatsächlich aber ist Bernasconi ein durchaus spannender, variantenreicher Genre-Mix aus Mystery, Komödie und Tragödie gelungen. "Sinestesia" ist auch mehr als ein blosses Star-Vehikel für Melanie Winiger.

Im Zentrum steht Alan (Alessio Boni), der auf einer Ausfahrt mit seiner Geliebten (Winiger) verunglückt. Etliche Monate später wird Alans Frau (Giorgia Wurth) von einem seltsamen Fremden verfolgt. Und sein Freund Igor (Leonardo Nigro) hat mehrere Geheimnisse. Der Film ist für den "Prix du Public" nominiert.

Kulturminister Didier Burkhalter und seine Gattin Friedrun, die am Freitag überraschend die Filmtage besuchten, entschieden sich ebenfalls für das Werk eines Tessiner Regisseurs. Sie sahen den Dok-Streifen "Hugo en Afrique" von Stefano Knuchel, wie die Filmtage auf ihrer Homepage bekanntgaben.

Der Film handelt vom Schwärmen des italienischen Comic-Autors Hugo Pratt (1927-1995) für Ostafrika. Anlässlich der Nacht der Nominationen für den Schweizer Filmpreis "Quartz" am Mittwoch wird Burkhalter erneut in Solothurn erwartet.

Die Premiere des Films, der international am meisten interessieren dürfte, steht am Sonntagabend auf dem Programm. In "Mein Kampf" von Urs Odermatt spielt Götz George den fromm-gewitzten Buchhändler Schlomo Herzl; Tom Schilling gibt den jungen Hitler in seinen Wiener Jahren.

Die Schweizer Premiere des als Groteske angekündigten Werks findet in Solothurn noch vor der deutschen Premiere statt - die ist für Mitte Februar anlässlich der Berlinale vorgesehen.

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