Festspiele

Graham Vick integriert Bodensee in Bregenzer «Aida"-Inszenierung

Elefant ziert die Opernbühne im See

Elefant ziert die Opernbühne im See

Giuseppe Verdis «Aida» wird bei den Bregenzer Festspielen von der Wüsten- zur Wasser-Oper. «Der Bodensee ist nicht nur Kulisse, sondern Bestandteil der Inszenierung», kündigte der britische Regisseur Graham Vick an.

Die neue Open-Air-Produktion des populären Werks von Verdi hat am 22. Juli auf der Seebühne Premiere und ist Auftakt des sommerlichen Kulturfestivals in Bregenz. Solisten und Tänzer sowie Stuntmen und Statisten werden nicht nur auf, sondern auch im See spielen.

Für das Liebes- und Kriegsdrama um den ägyptischen Feldherrn Radames und Aida, aus Äthiopien verschleppte Prinzessin, hat Bühnenbildner Paul Brown eine spektakuläre, bis zu 68 Meter hohe Kulisse in den See gebaut.

Zwei Riesenkräne bilden am Himmel den Bildrand. Während der Aufführung bauen sie die Bühne auf- und ab, lassen Kulissenteile im Wasser verschwinden oder fördern sie wieder zutage. Ein stilisierter Elefant, viermal so gross wie ein echter Dickhäuter, schwimmt auf einem Boot ins Bild.

Im Zentrum des offenen Opernhauses auf dem Wasser stehen zwei 15 Meter hohe und lange blaue Füsse mit kupferfarbenen Sternen und Waden-Fragmenten.

Neben der Freiluftoper präsentieren die Festspiele stets auch ein selten gespieltes Werk im Festspielhaus. In diesem Jahr hat "König Roger" des polnischen Komponisten Karol Szymanowski am 23. Juli Premiere.

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