Filmfestival

Goldene Palme in Cannes für thailändischen Film «Uncle Boonmee»

Apichatpong Weerasethakul mit der höchten Auszeichnung, der Goldenen Palme

Apichatpong Weerasethakul mit der höchten Auszeichnung, der Goldenen Palme

Der thailändische Film «Uncle Boonmee» ist bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet worden. Juliette Binoche wurde als beste Darstellerin geehrt, Javier Bardem und Elio Germano teilten sich die Auszeichnung als beste Darsteller.

Der Regisseur von "Uncle Boonmee" ("Lung Boonmee Raluek Chat"), Apichatpong Weerasethakul, sagte bei der Preisverleihung, die Ehrung komme ihm fast "unwirklich" vor. Die Goldene Palme zu gewinnen sei für ihn "wie eine Geschichte aus einer anderen Welt".

Der 39-Jährige dankte seinen Eltern dafür, dass sie ihn als Kind mit ins Kino genommen und ihm dadurch die Welt des Films eröffnet hätten. Er dankte auch "den Geistern in Thailand", die das Team während der Dreharbeiten umgeben hätten. Er hatte während des Festivals die strenge Zensur in seiner Heimat kritisiert.

In Apichatpong Weerasethakuls Film geht es um die Titelfigur Onkel Boonmee, der sich an frühere Leben erinnern kann.

Als beste Schauspielerin wurde Juliette Binoche geehrt, die bei ihrer Rede mit den Tränen kämpfte. Die 46-jährige Französin dankte ihren Eltern und ihren Kindern sowie allen Männern, die es bislang mit ihr "ausgehalten" hätten. "Ich glaube an die Liebe", rief Binoche. Die Französin spielt die Hauptrolle in "Copie Conforme".

Den Preis für den besten männlichen Schauspieler teilen sich der spanische Darsteller Javier Bardem und sein italienischer Kollege Elio Germano. "Ich teile diese Freude mit meiner Freundin, meiner Liebe Penelope Cruz, die ich so sehr liebe und der ich soviel zu verdanken habe", sagte Bardem bei der Preisverleihung.

Der 41-jährige Spanier spielt die Hauptrolle im Wettbewerbsfilm "Biutiful". Germano wurde für seine Rolle in "La Nostra vita" geehrt und widmete den Preis seiner Heimat Italien.

Den Grossen Preis verlieh die Jury unter Vorsitz von US-Regisseur Tim Burton dem französischen Filmemacher Xavier Beauvois für "Des hommes et des dieux". Für die beste Regiearbeit zeichnete die Jury den französischen Filmemacher Mathieu Amalric aus.

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