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«Gewisse Abgeschiedenheit ist erwünscht»

Blocher, der Mäzen? Der Alt-Bundesrat im Interview

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Blocher, der Mäzen? Der Alt-Bundesrat im Interview

Alt-Bundesrat Christoph Blocher im Kurzinterview.

Herr Blocher, was verbindet Sie als Unternehmer und Politiker mit dem Thema Musik?
Christoph Blocher: Ich bin ein grosser Musikliebhaber und schätze vor allem die klassische und die Volksmusik. Vereine und Organisationen wie die Jeunesses Musicales unterstütze ich schon seit
vielen Jahren - auch wenn ich normalerweise nicht darüber spreche.
Wie sind Sie mit dem Rheinau-Projekt in Kontakt gekommen?
Es ist schon einige Jahre her, seit Jeunesses Musicales die Idee eines solchen Zentrums an mich herangetragen hat. Die intensive Arbeit am Projekt hat 2008 begonnen, als wir Nutzungskonzepte zu erstellen begannen und diese von Fachleuten überprüfen liessen.
Die Klosterinsel ist ziemlich abgelegen, ohne umliegende Infrastruktur.
Wir haben viele Alternativen geprüft, und Rheinau ist von allen die Beste. Ausserdem ist die Anlage nur 20 Minuten vom Flughafen entfernt und nahe an Zürich, Winterthur und Schaffhausen. Davon abgesehen ist eine gewisse Abgeschiedenheit durchaus erwünscht. Zudem können wir hier als Mieter einziehen, was besser ist, als irgendwo eine teure, auf 100 Jahre ausgerichtete Infrastruktur bauen zu müssen. So bleiben wir flexibel. Man weiss ja nicht, was aus dem Projekt noch entstehen kann - dereinst vielleicht etwas Grösseres wie eine Musikakademie.
Wie stark werden Sie sich - abgesehen vom finanziellen Aspekt - persönlich engagieren?
Ich werde als Präsident die Leitung der Stiftung übernehmen und das Projekt mit unternehmerischem Geist eng begleiten. (ost)

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