Trotz der Finanzkrise steht die 23. Ausgabe des Buchsalons unter einem guten Stern. "Literatur- und Buchbranche sind von der Krise weniger betroffen als andere Wirtschaftszweige", sagte der Präsident der Messe, Pierre Marcel Favre. In Zeiten der Depression fungiere das Buch auch als Therapeutikum.

Zum Beweis führte Favre die diesjährigen Buchmessen von Brüssel und Paris an, die einen erfreulichen Besucherzuwachs registrierten. Für Genf hofft er auf den selben Effekt.

Die Verleger jedenfalls bleiben der Messe treu. 720 Aussteller werden erwartet, 50 mehr als letztes Jahr. Die Ausstellungsfläche wächst entsprechend um 1000 m².

Die grosse Kunstausstellung präsentiert Werke des Bündner Malers und Bildhauers Alberto Giacometti, seines Bruders Diego, der mehr dem Design zuneigte, und beider Vater, des Malers Giovanni. Boris Vian und den fünf Weltreligionen sind kleinere Ausstellungen gewidmet.

Der afrikanische Buch-, Presse- und Kultursalon hat sich für seine 6. Ausgabe das Thema Migration vorgenommen. Durch Europ'art, eine weitere Nebenmesse, weht ein frischer Wind. Ihr neuer Direktor, der Grafiker und Maler Roger Pfund, verspricht ein höheres künstlerisches Niveau und mehr Gastlichkeit.

Der Genfer Buchsalon, der sich selbst als "grösste kulturelle Veranstaltung der Schweiz" bezeichnet, lockte letztes Jahr fast 100 000 Besucher in den Palexpo.