Frauen und Geld

Freiburger Gutenbergmuseum zeigt Frauen auf Banknoten

Motive auf der Rückseite von Banknoten zeigen Frauen im bäuerlichen Umfeld

Motive auf der Rückseite von Banknoten zeigen Frauen im bäuerlichen Umfeld

Das Freiburger Gutenbergmuseum widmet bis Ende Februar eine Sonderausstellung dem Thema Frauen und Geld. Genauer gesagt, geht es um Frauen, die auf Banknoten abgebildet wurden.

Frauendarstellungen fanden sich von Beginn weg auf Schweizer Banknoten, wie das Museum mitteilte. In Erinnerung sind allenfalls noch die Darstellungen "die Apfelernte" und "der Jungbrunnen" auf den von 1956 bis 1980 gebräuchlichen 50er- und 500-er Noten.

Nicht alle Frauen waren jedoch genehm. So lehnte die Nationalbank etwa Entwürfe Ferdinand Hodlers ab - ohne Begründung. Dominique Chappuis Waeber, die Direktorin des Freiburger Gutenbergmuseums, hat eine: Hodler soll auf der Note seine Frau und seine Geliebte abgebildet haben.

Auch Hans Erni konnte in den 1940-er Jahren die Währungshüter nicht überzeugen. In einem Entwurf unter dem Titel "Landsgemeinde" zeichnete Erni Frauen - dies nota bene in einer Zeit, als diese noch gar kein Stimmrecht hatten.

Nach der sexuellen Revolution in den 1960-er Jahren wurde es etwas stiller um die Frauen auf den Banknoten. Erst 1989 tauchte wieder eine auf, die Künstlerin Sophie Täuber-Arp (1889-1043). Sie zierte die 50-er Note.

Gut möglich, dass die Banknoten wieder weiblicher würden, mutmasst Chappuis Waeber. Die nächste Notenserie wird von einer Frau gestaltet, von der Zürcher Graphikerin Manuela Pfrunder.

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