Fritz Thut

Während der letzten Jahre trat das Operettenensemble «Die Fledermäuse» mit Eigenproduktionen vor dem Restaurant Schifflände in Birrwil auf. Weil die von der Regierung vorgeschlagene Anpassung des Hallwilerseeschutzdekrets vom Parlament abgelehnt wurde, wurden diese jeweils gut besuchten Vorstellungen verunmöglicht.

Die Kombination von Operettencollage und feinem Essen soll jedoch weiter möglich sein. Nicht zuletzt auf Initiative der ehemaligen «Schifflände»-Wirtin Anna Maria Gautschi fanden die «Fledermäuse» in der Wirtschaft Niesenberg in Oberniesenberg (zwischen dem Freiamt und dem Seetal) ein neues Betätigungsfeld.

«Auf Örtlichkeit abgestimmt»

Mit dem «Niesenberg» wird wieder ein bekanntes Ausflugrestaurant temporär zur Freiluft-Operettenbühne umfunktioniert. «Wir sind hier an einem wunderschönen Ort», so Gautschi, auf den romantischen Innenhof der Wirtschaft deutend.

Von dieser Ambiance liess sich auch Hanna Matti begeistern, die sich flugs an die Erarbeitung einer neuen, «auf diese Örtlichkeit abgestimmten» Collage machte. «Für mich war schnell klar, dass man hier etwas mit Pferden machen muss», zeigt die Seenger Musikerin auf den angebauten Pferdestall. So wird im Stück «Cabaret im Waldgasthof Zum Hexenkessel» ein Pferdegespann auftreten und natürlich wurde die Chance gepackt, um den Pony-Song aus dem «Schwarzen Hecht» einzubauen.

Dass dafür eigens ein Kleinpferd angeschafft wurde, spricht für den Enthusiasmus, mit dem hier ans Werk gegangen wird. Inhaltlich gehts im Stück um ein Wirteehepaar, das den Betrieb der Tochter übergeben will, doch wie so oft kommt die Liebe dazwischen. Am Schluss der turbulenten Handlung gibts natürlich ein operettenmässiges Happy End.

Neue Solisten dabei

Verantwortlich für die Abende sind neben Autorin Hanna Matti, die auch Regie führt, Sabine Bachmann als musikalische Leiterin, das Salonorchester Scarpediballo sowie natürlich das «Niesenberg»-Wirteehepaar Nicole und Jürg Meyer-Erni.

Im «Fledermäuse»-Ensemble treten neben Matti (Mezzosopran) der Freiämter Tenor Walter Staubli sowie erstmals die Sopranistin Jacqueline Oesch (im Herbst in Möriken in «Der Graf von Luxemburg» zu sehen) und der Tenor Andri Calonder (in der Region bekannt aus einer Bremgarter «Fledermaus») auf.