Weihnachtsmusik

Festlich-heitere Weihnachtsmusik

Weihnachtsmusik

Weihnachtsmusik

Sechs Musikerinnen aus dem Knonauer Amt erfreuen mit sorgfältig ausgewählter Barock-Musik und präziser Interpretation zum zweiten beziehungsweise dritten Advent in den Evangelisch-reformierten Kirchen.

Von Annemarie Stüssi

Was am zweiten Advent eine begeisterte Zuhörerschaft in Stallikon fand, wird am dritten Advent in Bonstetten ein ebenso erfreutes Publikum finden.
Die Musikerinnen Renate Schmid, Wettswil, (Sopran), Mirjam Früh, Bonstetten (Violine), Katharina Wirz, Uerzlikon (Violine), Alexandra Uster,
Stallikon (Cello), Vroni Kern, Bonstetten (Flöte), und Maria Mark, Bonstetten (Orgel und Orgelpositiv) besitzen alle solistische Qualitäten, fügen sich aber gleichzeitig fugenlos in das von ihnen gegründete Laudavoci Ensemble ein.

Glückliche Programm-Auswahl

Was neben der makellosen Wiedergabe ebenso erfreute, war die spannende Programm-Auswahl, die augetretene Pfade mied und gleichwohl unmittelbaren Musikgenuss ermöglichte. Neben den "Klassikern" Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel gelangten Werke von weiteren Barock-Komponisten zur Aufführung.


Musik aus der Zeit des Barocks erfreut sich in neuerer Zeit einer wiedererwachten Beliebtheit, und dies zu Recht. Gerade in den weihnächtlichen Klängen zeigt sich die Gefühlstiefe und der Klangreichtum dieses Musikstils.


Gleich die zu Beginn interpretierte Kantate "Meine Seele rühmt und preist" für Sopran, Flöte, Streicher und Continuo erwies sich als glückliche Wahl und löste eine stimmige und aufnahmebereite Atmosphäre aus.


Das anschliessende liebliche Orgelrezital führte über zu dem gefühlsintensiven, ja zum Teil - besonders im Text - dramatischen "Salve Regina" von Händel.
Melodiös und poetisch, dabei teilweise von kühnem Rhythmus getragen, präsentierte sich die Motette "Venite Pastores", welche das Weihnachtsgeschehen aus dem Erlebnisbereich der Hirten spiegelt. Zum Abschluss erklang das geistliche Konzert "Uns ist ein Kind geboren" von Johann Hermann Schein. Dieser eher wenig bekannte Komponist war, wie später Johann Sebastian Bach, Thomaskantor zu Leipzig und beweist mit seinem während den Wirren des 30jährigen Krieges entstandenen Konzerts, dass auch oder gerade in schweren Zeiten freudige Weihnachtsgefühle und Klänge der Hoffnung möglich sind.


Dass in dem sechsköpfigen Ensemble die Stimme der Sopranistin Renate Schmid hell erschallt, liegt einerseits an den Musikstücken, anderseits an der kräftig-leuchtende Stimme der Interpretin, die sich gleichwohl harmonisch ins Ensemble einfügte.


Einen stimmungsvollen Rahmen schuf einmal mehr die geschmackvolle, dabei schlichte Blumendekoration von Sigristin Ruth Dubs.

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