Damals ergatterten 13'000 Fans ein Ticket. Im Stade de Suisse haben 45'000 Musikbegeisterte Platz. Der Veranstalter hat noch einige Tickets für VIPs, Medien und Fanclub-Mitglieder zurückbehalten.

Der Schweizerische Konsumentenschutz (SKS) freute sich in einer Medienmitteilung darüber, dass diesmal dank Schalterverkauf auch echte Fans eine Chance hatten. Beim Zürcher Konzert war es wegen überlasteter Internet-Seiten und besetzten Telefonleitungen zu einer "Vorverkaufslotterie" gekommen.

Dennoch ist der Kampf des SKS gegen Schwarzhändler noch nicht vorüber: Recherchen "liessen vermuten, dass gezielt Tickets an den offiziellen Kanälen vorbeigeschleust werden, um stattliche Mehreinnahmen zu erzielen". Denn schon am Mittwoch, zwei Tage vor Eröffnung des Vorverkaufs, wurden auf dem Netz Tickets zu horrenden Preisen angeboten.

Laut dem Veranstalter Good News könnten die Angebote aber auch von Anbietern stammen, die nur darauf spekulierten, Tickets zu ergattern.

Am Freitag waren allein auf ricardo.ch schon über 500 Tickets im Angebot. Bieter hatten sich bis auf 655 Franken pro Stehplatz hochschaukeln lassen - fast das Sechsfache des Einstandspreises.

Als besonders dreisten Schwarzmarktsünder hat der Konsumentenschutz den Online-Händler www.alltickets.ch im Visier. Dieser bot bereits wenige Minuten nach Vorverkaufsstart laut SKS Tickets à 550 Franken an. Am Nachmittag hatte er immer noch Billets vorrätig, inzwischen leicht "reduziert" auf 449 Franken pro Stehplatz.

Konsumentinnen und Konsumenten haben dem SKS berichtet, dass alltickets.ch in der Vergangenheit Original-Ticketcorner-Billette zu einem Vielfachen des angeschriebenen Preises lieferte.