Erich Vock
Erich Vock gastierte in Stein

Der bekannte Schauspieler und Regisseur präsentierte das Lustspiel «Zwei für eis» im Saalbau in Stein.

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Erich Vock

Erich Vock

Aargauer Zeitung

Ingrid Arndt

Im Lustspiel «Zwei für eis» von Ray Cooney unter der Leitung von Erich Vock zündeten die Darsteller ein Feuerwerk an Wortspielereien mit jeder Menge Witz und Doppeldeutigkeiten und trieben mit süffisantem Spott die anrüchig brisante Situation auf die Spitze.

Der schon recht angegraute Nationalrat Rudolf Langenegger (Heiner Hitz) liebt amouröse Abwechslungen vom ausgetretenen Ehealltag mit seiner Frau Sylvia (Elisabeth Graf). Doch die Gattin ist auch kein Kind von Traurigkeit. Beide finden, dass die Wahrheit eine eher geschmeidig formbare Sache sei. So kommt ihnen der Aufenthalt während der Frühjahrssession in einem noblen Berner Hotel gerade recht, um Tür an Tür heimlich ihren Leidenschaften zu frönen.

Paraderolle für Vock

Kurt Aeschlimann (Erich Vock), der anfänglich etwas begriffsstutzige und biedere Sekretär des Nationalrates, ist seinem Dienstherrn treu ergeben, kommt jedoch mit dessen Erwartungen fast an die Grenzen seines Gewissens: Einerseits soll er die Eskapaden seines Chefs de-cken, doch die Ehefrau des Nationalrats beansprucht ihn ebenfalls für ihre Abenteuer. Ein Drahtseilakt wider Willen. Sekretär Aeschlimann muss in Windeseile in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen, stürmischer Liebhaber sein, Arzt oder schwuler Freund des Kellners und dabei höllisch aufpassen, damit er die Übersicht nicht verliert und gleichzeitg auch glaubwürdig bleibt.

Für zusätzliche Turbulenzen sorgen ein fernöstlicher Kellner (Hubert Spiess), das Hotelpersonal (Nicole Edelmann in Doppelrolle, Werner Baumgartner), Ständerätin Brugger (Bettina Kuhn) sowie die Geliebte und Sekretärin Arnold (Kiki Maeder) mit ihrem Mann Edward (Peter Zgraggen).

Zahlreiche Facetten

Vollblutkomödiant Erich Vock zog in dieser Paraderolle alle Register seines Könnens. Mit umwerfender Mimik und unberechenbar ausholender Gestik gab er sich mal hinterwäldlerisch zerknittert, dann mal listig genug, um mit seinem breiten Lachen verwegen zum Angriff überzugehen.

Erich Vock, 1962 in Aar-au geboren, absolvierte erfolgreich eine Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich, seit zwei Jahrzehnten ist er freischaffender Schauspieler, arbeitet als Theaterproduzent, hat viele Engagements an bedeutenden Schweizer Bühnen, ist tätig bei Radio, Fernsehen und Film und erhielt diverse Preise für seine Leistungen. Ein besonderes Anliegen ist Erich Vock das Theater für Kinder. Seit 1994 leitet er die Zürcher Märchenbühne. OK-Präsident Josef Hufschmid äusserte sich sehr positiv zur Ausstellung. Sie sei ein grosser Erfolg gewesen und ohne Unfälle und Vandalismus abgelaufen. Tausende von Besuchern hätten ein spannendes Wochenende erlebt, sagte Hufschmid.

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