Auszeichnung

Emil Steinberger mit Münchhausen-Preis geehrt

Emil Steinberger erhält Preis (Archiv)

Emil Steinberger erhält Preis (Archiv)

Der Luzerner Kabarettist und Autor Emil Steinberger ist am Abend mit dem renommierten Münchhausen-Preis für sein Lebenswerk geehrt worden. Dem 76-Jährigen wurde der Preis in Bodenwerder im deutschen Bundesland Niedersachsen überreicht.

Die Stadt erinnert mit der Auszeichnung jährlich an den "Lügenbaron" Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen (1720-1797), der mit seinen Lügengeschichten weltbekannt wurde. Steinberger ist der 13. Preisträger und steht damit in einer Reihe mit Künstlern wie Ephraim Kishon, Werner Schneyder und Dieter Hildebrandt.

In ihrer Laudatio lobte die deutsche Textdichterin, Librettistin und Dozentin Edith Jeske Steinbergers "kreatives Uminterpretieren von Spielregeln, die vermeintlich in Marmor gemeisselt waren". Das habe bei den Menschen ins "Herz und ins Oberstübchen" getroffen.

"Emils" künstlerische Karriere begann schon früh, wie Jeske schilderte. Bereits als Schulanfänger habe er seine Mitschüler mit Geschichten begeistert, deren Ende niemals abzusehen gewesen sei. Dass dieser "hochkünstlerische Mensch" nach der Schule zur Post gegangen sei, "grosser Münchhausen - das kann doch nur gelogen sein. War es aber nicht".

Steinbergers Karriere hatte etliche Stationen, ehe er vor allem in in der Schweiz, Österreich und Deutschland als Kultfigur "Emil" bekanntwurde. Vom Postschalter wechselte er in den Job eines Grafikers, gründete in Luzern ein Kleintheater, wurde Geschäftsführer eines Kinos und machte schliesslich als "Emil" Furore.

Später zog er sich nach New York zurück, belieferte Tageszeitungen mit Kolumnen und schrieb sein Buch "Wahre Lügengeschichten".

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