Filmfestival

«El Sistema» eröffnet 15. Ausgabe des Festivals Visions du Réel

Jean Perret, Direktor des Festivals

Jean Perret, Direktor des Festivals

Mit dem Beitrag «El Sistema» über Musikschulen für sozial benachteiligte Kinder in Venezuela hat das 15. Festival Visions du Réel begonnen. Bis am kommenden Mittwoch werden im waadtländischen Nyon 150 Dokumentarfilme gezeigt.

Das Festival "zeigt eine ganze Welt, die aus tausenden Welten besteht", erklärte der künstlerische Direktor Jean Perret gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Für ihn ist der Dokumentarfilm das "kreativste und unternehmerischste Genre" des zeitgenössischen Kinos.

Viele der dieses Jahr in Nyon gezeigten Filme behandeln Themen von brennender Aktualität, darunter die Finanzkrise. Etliche der 20 Filme im Hauptwettbewerb drehen sich um die Weltwirtschaft im weitesten Sinn.

Weitere Themen sind beispielsweise das Leben in einer kurdischen Sippe, der Alltag in einer psychiatrischen Anstalt oder der Kampf um den Weltmeistertitel in einem Online-Spiel.

Der Zuger Eric Langjahr und seine Frau Silvia Haselbeck treten mit "Geburt" an, einem Werk über Niederkünfte ohne Hightech-Medizin. Der zweite Schweizer Beitrag stammt von Peter Liechti; "The Sound of Insects" erzählt von einem Japaner, der sich selbst zu Tode gehungert hat.

Das diesjährige Programm des Festivals teilt sich in sechs Sektionen. Zum Abschluss werden zwölf Preise vergeben, darunter der Grand Prix in Höhe von 20 000 Franken. Erwartet werden in Nyon um die 30 000 Zuschauer.

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