Malen mit Zahlen, das kann man schon vor dem Vernissagemarathon, zu dem sich die regionale Kunstwelt heute Samstag aufmacht: 18 Institutionen stellen in drei Ländern Werke von 190 Künstlerinnen und Künstlern aus.

Damit überschreitet die «Regionale 18», die grosse Jahresausstellung im Dreiland, nicht nur im geografischen Sinn Grenzen. Sie sprengt auch den bisher gewohnten Rahmen.

«Wir haben rund 800 Anmeldungen erhalten, das sind fast 200 mehr als im vergangenen Jahr», sagt Fabienne Blanc, Geschäftsführerin der «Regionale 18». Das stark gestiegene Interesse erklärt sie sich mit einer Neuerung beim Anmeldeverfahren: Erstmals konnten sich Kunstschaffende online bewerben. «Das heisst, dass nicht zwingend Dossiers gedruckt, gebunden und mit der Post zugestellt werden mussten, was jeweils mit Kosten verbunden ist», erklärt Blanc.

Gerade aus dem Elsass und Süddeutschland seien bei der Organisation in Basel viele Eingaben auf digitalem Weg eingetroffen.

Grenzüberschreitungen

Die Rekordzahl an Anmeldungen schlägt sich auch bei der Werkschau nieder: 190 Kunstschaffende wurden berücksichtigt – von Institutionen in Freiburg im Breisgau, Strasbourg, Mulhouse oder auch Basel und Baselland. Die Kuratorinnen und Kuratoren der Häuser hatten zwar die Qual der Wahl, aber auch mehr Fülle für ihre Hülle. Das manifestiert sich ganz besonders in der Kunsthalle Basel, in der 150 Arbeiten gezeigt werden.

Grenzen überschreitet die «Regionale» auch im kooperativen Sinne. So ist etwa das Festival «Culturescapes» involviert, das derzeit das Gastland Griechenland in den Fokus rückt. Sowohl die Kunsthalle Basel als auch das Kunsthaus Baselland haben aus diesem Anlass mit griechischen Kuratoren zusammengearbeitet. Die zeitgenössischen Arbeiten, die an der «Regionale 18» gezeigt werden, reichen von Malerei über Film bis zu Performances.