Theater im Kornhaus in Baden

«Durch ThiK und dünn»

Anita Rösch Egli und Simon Egli freuen sich, dass die Sommerpause vorbei ist und das 20-Jahr-Jubiläum vor der Tür steht.

thik.jpg

Anita Rösch Egli und Simon Egli freuen sich, dass die Sommerpause vorbei ist und das 20-Jahr-Jubiläum vor der Tür steht.

Das ThiK, Theater im Kornhaus in Baden, feiert den 20. Geburtstag. Anlass genug, sich eine erste richtige Eigenproduktion «Durch ThiK und dünn», eine Jubiläumsschrift und einen ThiK talk mit dem Moderator Röbi Koller zu gönnen.

Carolin Frei

Am 9. September fällt mit der Premiere des Stücks «Durch ThiK und dünn» der Startschuss zu den Geburtstagsfeierlichkeiten des ThiK. Bis Ende September stehen neun weitere Aufführungen auf dem Programm. Gut so! Denn die Premierentickets sind restlos verkauft.

«Durch ThiK und dünn» wurde in Zusammenarbeit mit Adrian Meyer realisiert. Die Schauspieler/Musiker Clo Bisaz, Cornelia Montani, Daniel Schnei-der und Hansrudolf Twerenbold (Regie: Gunhild Hamer) erwarten zu jeder Vorstellung einen anderen Geburtstagsgast. Etwa Vreni Cathomas, Jaap Achterberg oder Brigitta Luisa Merki. Speziell sind zudem die Künstlerplaudereien, die von Röbi Koller immer am 20. des Monats - und dies bis Ende Mai - moderiert werden. Hier werden Gäste wie etwa Ursus und Nadeschkin, Franz Hohler, Mona Petri und Michael von der Heide Red' und Antwort stehen. Und als Krönung der Feierlichkeiten wird dem Publikum eine reich bebilderte Jubiläumsschrift verteilt.

«Die Motivation ist noch die gleiche wie vor 20 Jahren und auch dem Motto sind wir treu geblieben: Wir wollen dem Leisen, Stillen und dem Wort eine Plattform bieten», betonen die beiden. Zu Beginn hatten musikalische Darbietungen einen festen Platz im ThiK, inzwischen haben sich die Theaterleiter vom rein Musikalischen verabschiedet.

In den Anfängen wurden Anita Rösch und Simon Egli von Andrea Koller tatkräftig unterstützt. Zugute kam dem Team damals, dass Anita Rösch sowohl von Kulturvermittlung als auch von Gastronomie und Administration so einiges verstand. «Wir wollten dem Publikum schon immer nicht nur geistige Nahrung vermitteln, sondern ihm auch mit kulinarischen Gaumenfreuden einen unvergesslichen Abend bescheren.» Deshalb werden während der Feierlichkeiten im Zelt auf der Limmatpromenade Speis und Trank angeboten.

Seinem Motto blieb das ThiK treu, nicht aber der Technik; dort gab es grosse Veränderungen. Ganz nach dem Geschmack von Simon Egli, der sich nach dem Ingenieur-Studium voll und ganz auf die Digital-Audio-Technik konzentrierte. «Die neun Scheinwerfer, die wir vor 20 Jahren erbten, waren völlig verschmutzt und erst noch falsch eingestellt.» Nicht gerade förderlich für eine gelungene Aufführung. Seither wurde zweimal saniert, 1992 und 1999, und nun darf sich das ThiK als technisch optimal eingerichtetes Theater bezeichnen, das keine Wünsche der Künstler offen lässt.

Stolz sind Anita Rösch und ihr Mann Simon Egli, dass sie auf viele ihrer Co-Produktionen, die im ThiK entstehen und dann auf Tournee gehen, äusserst positive Rückmeldungen bekommen. «Das beschert dem ThiK einen guten Ruf und lässt viele Freundschaften mit Künstlern entstehen.»

Froh sind die beiden auch, dass sie es immer wieder schaffen, mit den Geldern vom Kuratorium, der Stadt Baden, Ennetbaden, Wettingen oder aber anderen Gemeinden sorgfältig umzugehen, sodass die Rechnung ausgeglichen ausfällt. «Für das Jubiläum brauchten wir zusätzliche 100 000 Franken, die uns von Stiftungen, Swisslos, Firmen und Privatpersonen zuflossen.»

Das 20-Jahr-Jubiläums-Programm ist unter www.thik.ch abrufbar.

Meistgesehen

Artboard 1