Museum

Dornier-Museum widmet sich der Faszination des Fliegens

Das neu eröffnete Fliegermuseum

Das neu eröffnete Fliegermuseum

Die Faszination des Fliegens zeigt das neue Dornier-Museum, das in Friedrichshafen am Bodensee eröffnet wurde. Das neue, einem Hangar nachempfundene Museum beim Flughafen ist Claude Dornier, dem Konstrukteur der legendären «Do-X», gewidmet.

Claude Dornier lebte von 1884 bis 1969 und hat die Geschichte der Luftfahrt entscheidend geprägt. Seinen Ruhm begründete er dadurch, dass er erstmals Flugzeuge baute, die vollständig aus Metall bestanden. Seine Karriere hatte er 1910 als Konstrukteur bei Zeppelin begonnen, wo er eine drehbare Halle für Luftschiffe baute.

Zeppelin liess ihn anschliessend in einer eigenen Abteilung Konstruktionsideen nachgehen. Aus dieser entstand später Dorniers eigene Firma, die "Dornier Metallbau", die sich zum Konzern mit Standorten in Deutschland, Italien und der Schweiz entwickelte. Inzwischen ist sie Teil des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS.

In den 20er Jahren schrieb der im Allgäu geborene Claude Honoré Desiré Dornier - Sohn eines Franzosen und einer Deutschen - mit den Riesen-Flugbooten "Do-Wal" und "Do-X" Luftfahrtgeschichte. Die als "Flugschiff" bezeichnete "Do-X" war das grösste Flugzeug ihrer Zeit.

Sie war allerdings nicht in Friedrichshafen entstanden, sondern in Rorschach SG und Altenrhein SG. Dorthin hatte Dornier sein Werk verlegt, weil der Versailler Vertrag nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland den Bau von Flugzeugen stark einschränkte.

Weil die Rorschacher Halle für das 160 Passagiere fassende "Flugschiff" zu klein war, wurde in Altenrhein extra eine Halle gebaut. Ab 1933 wurde Dornier immer abhängiger vom NS-Staat, für den er - auch mit Zwangsarbeitern - Militärflugzeuge baute.

Bei der Bombardierung Friedrichshafens und anderer deutscher Städte fielen die Dornier-Werke in Schutt und Asche. Dornier selbst verlegte nach Kriegsende seinen Hauptwohnsitz nach Zug, wo er 1969 starb.

Die Firma wurde nach dem 2. Weltkrieg neu aufgebaut. Sie baute den weltweit ersten Transportsenkrechtstarter, die "Do 31". Gleichzeitig entwickelte sie unternehmerische Schwergewichte in der Weltraum- und Rüstungstechnik.

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