Max Weyermann

Das von Brugg Regio initiierte Projekt Vindonissa-Region steht vor dem Abschluss seiner Aufbauphase. Die Zwischenbilanz präsentiert sich grundsätzlich erfreulich, auch wenn noch nicht alle gesetzten Ziele erreicht sind.

Grundgedanken von Vindonissa-Region sind die Sensibilisierung für die römische Geschichte der Region Brugg, die Nutzung von lokalem Know-how sowie die fundierte, spielerische Wissensvermittlung. Die Finanzierung ist bisher zu
50 Prozent durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und zu 50 Prozent durch Brugg Regio, den Kanton Aargau, den Lotteriefonds sowie durch Eigenleistungen erfolgt. Da nun die Anschubförderung durch das Seco wegfällt, muss über das Erreichte und über die Kosten Rechenschaft abgelegt werden. Zudem gilt es, über das weitere Vorgehen Beschluss zu fassen. Laut Katharina Dobler vom begleitenden Planungsbüro wäre die Stiftung Vindonissapark bereit, als Dachorganisation die lancierten Teilprojekte weiter zu betreuen.

Sieben Aktivitäten

Im Zentrum stehen sieben Aktivitäten, über deren Entwicklungsstand die Leiter informierten. Thomas Schäublin vom Restaurant Sternen in Oberbözberg orientierte über den Bereich römisches Essen, der mit seinen nach überlieferten Rezepten zubereiteten Spezialitäten bereits sehr gut etabliert ist. Weinbauer Bruno Hartmann schilderte die mit seinen Kollegen Jakob «Schebi» Baumann und Peter Zimmermann sowie der Weinbaugenossenschaft Schinznach erfolgte Anlage von Rebbergen in Remigen, Villigen, Schinznach und Villnachern, aus denen bereits dieses Jahr der erste Römerwein gewonnen werden soll. Geplant ist die Pressung der Trauben vor dem Vindonissa-Museum in Brugg. Ein weiteres, anspruchsvolles Teilprojekt ist der Aufbau eines römischen Gutshofes. Reto Candinas sagte, der ursprünglich vorgesehene Standort in Bözen habe sich als ungeeignet erwiesen, nun stehe das Gebiet Ursprung in Unterbözberg im Vordergrund. Gemeindeammann Peter Plüss äusserte sich positiv zu diesem Vorhaben, das allenfalls in einigen Jahren mit dem Einsatz regionaler Kräfte und mithilfe des Kantons realisiert werden könnte. Er erhielt auch gleich die Machbarkeitsstudie für die «Villa Futura» überreicht.

Der für den Sektor «Transport» zuständige Hans-Rudolf Chris Lauper stellte mit den ins Auge gefassten Bootsfahrten auf der Aare zwischen Villnachern und der Beznau ein Teilprojekt vor, das sich bei Bedarf zügig und relativ günstig umsetzen liesse.

Robert Obrist seinerseits konnte die bereits gebaute fahrende Taverne präsentieren, die für den Einsatz auf dem Legionärspfad und an verschiedenen Veranstaltungen dienen könnte.

Der für das Marketing verantwortliche Martin Jakob erläuterte die Öffentlichkeitsarbeit und erwähnte auch die Souvenirs von Vindonissa-Region, zu denen seit kurzem ein Römerkorb mit feinen Spezialitäten gehört.