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Die Musik als Brückenbauerin

Am 7. August wird im Kultur- und Kongresszentrum in Bern eine Preisverleihung an internationale Friedensstifter verliehen. Unter den Preisträgern befindet sich auch der Chor der Nationen aus Solothurn.

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Die Musik als Brückenbauerin

Die Musik als Brückenbauerin

Solothurner Zeitung

Lara Eggimann

Versöhnung ist die Basis, um in einer Welt voller Frieden leben zu können. Die Vereinten Nationen haben dies zu ihrem Motto gemacht und 2009 das Jahr der Versöhnung ausgerufen. Die Stiftung S.E.R. (Subjective Experience Research), eine Nichtregierungsorganisation mit Sonderstatus in der UNO, hat in der Folge einen Wettbewerb lanciert für Projekte zum Thema Versöhnung.

Die Preisverleihung findet nun am 7. August im Kultur- und Kongresszentrum in Bern statt. Insgesamt werden zwölf humanitäre und zivile Organisationen aus der ganzen Welt für ihre Projekte gewürdigt. Zu den Preisträgern gehört auch der Chor der Nationen aus Solothurn.

Musik verbindet Kulturen

«Der Chor der Nationen ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie kultureller Austausch durch Musik und Gesang entsteht und wie dadurch Brücken gebaut werden können», zitiert Erika Brändle die Jury des Wettbewerbs. Brändle ist Geschäftsleiterin und Mitbegründerin der Stiftung S.E.R. Schweiz. Sie hat schon ein Konzert des Chores gesehen und war begeistert von der Freude, welche die Musikanten ausstrahlten. Für den Chor kommt die Auszeichnung überraschend. Kurt Walter, Präsident des Chores, freut sich: «Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass wir diesen Preis erhalten. Umso grösser ist unsere Freude. Diesen Preis zu erhalten ist etwas sehr Schönes.»

Der Chor besteht aus 40 bis 50 Mitgliedern aus über 20 verschiedenen Nationen. Auch altersmässig hat der Chor eine starke Durchmischung und verbindet so Generationen. Von 16- bis 65-Jährigen ist alles dabei. Die Jury des Wettbewerbs liess sich dadurch überzeugen, dass im Chor der Nationen Integration gelebt wird und nicht nur darüber gesprochen.

Hohe Teilnahmequote

Insgesamt wurden 157 Projekte aus vier Bereichen eingereicht: politische und sozioökonomische, kreative oder spirituelle Projekte sowie Projekte für Bildung, indigene Völker und Sport. Der Chor der Nationen fällt in die Kategorie kreative Projekte. «Wir waren positiv überrascht von dem grossen Echo, das der Wettbewerb ausgelöst hat.

Dies zeigt die Grossherzigkeit und die Selbstlosigkeit, die in dem Menschen steckt», ist Brändle zufrieden. Organisationen aus 22 Nationen haben mitgemacht. Ausgezeichnet wurden insgesamt zwölf Projekte. Den Preisträgern werden eine Urkunde, ein Preisgeld von 600 Euro und ein Anerkennungsgeschenk überreicht.

Weitere zwei Projekte aus der Schweiz werden an der Preisverleihung ausgezeichnet. Dies ist zum einen RadioChico, ein Jugend- und Schulradio aus Goldbach, und zum anderen das Lassalle-Institut mit seinem «Future Leaders Forum».

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