Artbar

Die Artbar ist ein Kulturmekka in Brugg

Endo Anaconda von Stiller Has spielt in der Werkhalle Piani.

Endo Anaconda von Stiller Has spielt in der Werkhalle Piani.

Das Kulturfestival «Artbar» bietet während zwölf Abenden ein buntes und aufregendes Programm. Stiller Has, eine Weindegustation mit Livemusik oder eine Lesung von Timmermahn. Die Grenzen sind offen – sowohl für die Kunst wie auch für das Publikum.

Das ganze Jahr über wirkt sie beinahe unscheinbar, die Werkhalle Piani, Atelier der Künstler Claudio Cassano und Claudia Piani. Alles ist ruhig, bis im November die fleissigen Helfer einfallen und die grosse Halle von oben bis unten leerräumen. Es wird Platz geschaffen für die Artbar, das Kulturfestival in Brugg. Während die Werkzeuge Cassanos in eine Mietgarage wandern, werden im Raum eine Bar, eine Bühne und ein Kunstbereich installiert. «Die Leute erkennen die Werkhalle nicht wieder», sagt Cassano, der zusammen mit den Künstlern Robbie Caruso, Claudia Piani und Regula Zimmerli den Verein Artbar bilden.

Die Artbar ist aus einer spontanen Idee entstanden und zog zunächst vor allem Freunde und Bekannte an. Heute beim neunten Mal ist es ein fixer Termin in der Aargauer Kulturagenda geworden, doch die Spontanität ist geblieben. «Unser Ziel ist es, Kunst auf einem guten Niveau und in einem ungezwungenen Rahmen zu präsentieren», sagt Cassano. Deshalb sind die Grenzen sowohl im Raum wie auch in der dargebotenen Kunst fliessend. Musik trifft auf Skulpturen, Literatur auf Gemälde. An jeweils zwölf Abenden vom 7. bis 22. Dezember bietet die Artbar ein buntes Programm, das die Nähe zum Künstler erlaubt. Rund 200 Leute haben laut Cassano in der Halle Platz, je nach Anlass ist der Eintritt frei oder erhältlich zu moderaten Preisen.

Weindegustation und Stiller Has

Zu sehen und zu erwerben sind Objekte von fünf verschiedenen Künstlern, während das musikalische und literarische Programm jeden Abend wechselt. Ganz spezielle Highlights sind laut Organisator «Notte Magica 3x12» – eine Weindegustation mit Livemusik, Stiller Has im gemütlichen Rahmen und die Lesung von Timmermahn. «Solche Abende erlebt man in dieser Form nur einmal», betont Cassano. So auch die Liveperformances an den jeweiligen Sonntagen. Einmal mit Tanz und Bild der Zuzakova-Schwestern und am zweiten Wochenende mit Katrin Zuzakova, die mit einer Kettensäge live eine Holzskulptur herstellt.

Wie die Besucher kommen auch die Künstler mittlerweile von der ganzen Schweiz. «Wir haben uns recht etabliert – obwohl wir hier in Brugg sind», witzelt Cassano. Die Artbar wird von Sponsoren und viel Freiwilligenarbeit getragen. «Wir sind spontan geblieben und laden jene Künstler ein, bei denen Qualität und Sympathie stimmt», so Cassano. Bis zum 22. Dezember muss er seine Arbeit in die Garage verlagern. Dann verwandelt sich die Werkhalle wieder Stück für Stück zurück in sein Atelier.

Brugg Werkhalle Piani AG, Aarauerstrasse 96b, Freitag 7. bis Samstag 22. Dezember. Programm und Ticketreservationen: www.artbar-brugg.ch

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