Der böse Onkel

«Der böse Onkel» spielt in Baden und Umgebung

Jasmin Morgan, Produktion (oben li.), Urs Odermatt, Regie, Cecilia Kramer, Regieassistenz, Markus Rave, Kamera, beim Besprechen der einzelnen Szenenabläufe vor den Produktionsräumlichkeiten im Dägerli in Windisch. (Bild: Carolin Frei)

Der böse Onkel

Jasmin Morgan, Produktion (oben li.), Urs Odermatt, Regie, Cecilia Kramer, Regieassistenz, Markus Rave, Kamera, beim Besprechen der einzelnen Szenenabläufe vor den Produktionsräumlichkeiten im Dägerli in Windisch. (Bild: Carolin Frei)

Für die Produktion des Schweizer Films «Der böse Onkel» von Urs Odermatt zeichnet die 29-jährige Jasmin Morgan verantwortlich. Die Vorbereitungen und Castings laufen auf Hochtouren. Drehbeginn ist Mitte Juli, Drehorte sind unter anderem Baden, Brugg, Windisch und Mandach.

Carolin Frei

Wer von einer Schauspielkarriere träumt oder schon immer einmal hinter den Kulissen tätig sein wollte, hat jetzt die Chance, sich seinen Traum zu erfüllen. «Die Rolle der 15-jährigen Hauptdarstellerin muss noch besetzt werden», sagt Jasmin Morgan, die für die Filmproduktion zuständig ist. Seit 1. Mai ist das Anforderungsprofil für diese Rolle im Internet aufgeschaltet.

«Zudem fehlt ein professioneller Aufnahmeleiter. Wir sind mit verschiedenen Filmschulen in Kontakt und werden in den nächsten Tagen einige Kandidaten anschauen», sagt die 29-Jährige. Im Sommer gibt es dann noch ein paar Praktikumsplätze zu besetzen. Und für Arbeiten wie Wäsche waschen, Garderobe, Verpflegung und vieles mehr werden Freiwillige gesucht. Bisher sind rund 40 Leute mit von der Partie.

Film-Produzentin, wie wird man das? Jasmin Morgan: «Ich habe keine klassische Film-Karriere durchlaufen. Ich habe mich in Grafik und Design ausbilden lassen, habe in verschiedenen Firmen gearbeitet bis zu jenem Tag, an dem ich mich entschied, mich selbstständig zu machen. Daraufhin habe ich in Aarau die Matura nachgeholt und bei einem Kaffee im «Einstein» den Regisseur Urs Odermatt kennen gelernt. Er gab mir das Drehbuch «Der böse Onkel» zu lesen. Ich hab es in einer Nacht verschlungen.»

Zu jenem Zeitpunkt hätte sich Jasmin Morgan nicht träumen lassen, dieses Drehbuch zwei Jahre später als Produktionsverantwortliche umsetzen zu dürfen. «Ich hatte das Privileg, Urs Odermatt bei seinen Filmproduktionen begleiten zu dürfen und so mitbekommen, wie man einen Film macht.»

Selbstverständlich steht sie bei ihrem «Erstling» nicht alleine da, erhält professionelle Unterstützung von der restlichen Crew. Zu den Aufgaben von Jasmin Morgen gehören vor allem organisatorische Tätigkeiten, wie etwa Castings organisieren, Filmbewilligungen für die 80 Szenenplätze einholen und dafür besorgt zu sein, dass das richtige Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Zur Handlung des Films sei so viel verraten, dass es sich um eine alleinerziehende Mutter handelt, die den Sportlehrer ihrer Tochter beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. Der Film gibt keine fertige Meinung vor, ist frei von Klischees. Premiere ist 2010 im Kino Sterk in Baden.

Wie wird das Filmprojekt finanziert? «Der böse Onkel» ist ein No-Budget-Film, das heisst, die Finanzierung wird durch eine hundertprozentige Rückstellung und Gewinnbeteiligung aller Beteiligten realisiert. «Da alle bei diesem Modell mitmachen, brauchen wir nur ein kleines Cashpolster für Anreise, Wohnen und Verpflegung.» Um jedoch bis zum Drehstart die benötigten 180 000 Franken im Topf zu haben, braucht es noch Sponsoren.

Weitere Infos www.derböseonkel.ch

Meistgesehen

Artboard 1