Accordion International Competition AIC in Reinach

«Das Internationale ist interessant»

Der Musikwettbewerb Accordion International Competition, AIC, wird vom 18. bis 20. September bereits zum 6. Mal in Reinach durchgeführt. Die nationale und internationale Besetzung in den verschiedenen Kategorien verspricht einen Hörgenuss.

Peter Siegrist

Initiant des in Reinach bereits zur Tradition gewordenen Wettbewerbs ist der Akkordeonpädagoge Peter Frey. Mit seinem Regionalen Akkordeonorchester als Veranstalter führt er den dreitätigen Grossanlass in Reinach durch. In verschiedenen Kategorien messen sich die Kandidaten. Es gibt drei Kategorien für Junioren und zwei Kategorien für Solisten. Eine spannende Dimension wird wohl die Kategorie Schweizer Volksmusik dem Wettbewerb verleihen.

Vielfalt zeigen ist der Ursprung

Der Wettbewerb hat seine Wurzeln in den 1990er-Jahren. In verschiedenen Ländern war vor allem das Spiel auf Akkordeons mit Melodiebässen auf hohem Niveau gefördert worden. Gespielt wurde polyphone Literatur aus Barock und Moderne. «Damit wurde die ganze Palette der typischen Akkordeonliteratur ausgeschlossen», sagt Peter Frey. Das habe

sich auch negativ auf die Zuhörerzahlen an Wettbewerben ausgewirkt.

Frey begann, trotz allem Verständnis für das polyphone Spiel, Gegensteuer zu geben. Ihm ist wichtig, das Akkordeon in seiner grösstmöglichen stilistischen Vielfalt zu präsentieren. Als er mit den Fachexperten Jürgen Lüpchter, Köln und Walter Maurer, Wien, den neuen, internationalen Wettbewerb ins Leben rief, stand die Idee der Vielfalt im Zentrum.

Pflicht und Kür gehören dazu

Heute verlangt das Reglement des Wettbewerbs von den Kandidaten das Vorspielen eines Pflichtstückes und eines Wahlstückes. Bei den Pflichtstücken ist ein Werk aus einer 12er-Liste zu wählen. Die Vorbereitungszeit beträgt sieben Monate. Die Wahlstücke können aus dem Bereich der konzertanten Unterhaltungsmusik oder der brillanten Volksmusik gewählt werden. Bei den Solisten B zum Beispiel muss das Wahlprogramm zwingend ein Stück aus dem eigenen Land enthalten. «Ein besonderes Ohr hat die Jury immer für den musikalischen Ausdruck», sagt Frey. «Es ist eigentlich egal, wer mit welchem System (Standard oder Melodiebass) welche Literatur spielt.»

Auch für Zuhörer interessant

Dieses Konzept des Wettbewerbs erwirkt ein grosse musikalische Vielfalt. «Zu sehen und zu hören, wie die Akkordeonisten aus der Welt mit ihrem Intrument umgehen, das macht den Wettbewerb auch für Zuhörer interessant», sagt Frey. Die gute Beteiligung und die vielen Zuhörer in den letzten Jahren haben Frey recht gegeben, auch die internationale Fachpresse attestiert Peter Frey eine «unbeschränkte Offenheit für Neues mit dem nötigen Weitblick für zukunftträchtige Initiativen». In allen Kategorien werden Pokale vergeben. Die erfolgreiche Teilnahme kann durchaus für Musiker zum Sprungbrett für eine weitere musikalische Karriere werden. Sämtliche Vorspiele in den verschiedenen Lokalen sind öffentlich. Am Samstagabend steigt im Saalbau um 20.15 Uhr die Akkordeon-Gala. www.musikstudio-reinach.ch

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