Mit einer gut durchmischten Werkauswahl blickt das Fotomuseum auf das vergangene Vierteljahrhundert zurück, ohne dabei zu vergessen, den Fokus auch auf die Zukunft zu richten. 25 Personen hat es eingeladen, ihre Lieblingsbilder aus den Sammlungsbeständen des Museums in die Ausstellung einzubringen.

Es sind dies vor allem Persönlichkeiten, die sich für das Fotomuseum engagiert haben oder auf andere Weise mit der Institution verbunden sind. Zu den Geladenen gehören unter anderem Michael Ringier, David Streiff, Andreas Reinhart, Patrick Frey und Martin Heller. Die Vorlieben der 25 Personen ergeben eine eher heterogene Schau mit Werken von Lewis Baltz, Roni Horn, Walter Pfeiffer, Hannah Villiger, Joel Sternfeld, Luigi Ghirri, Graciela Iturbide oder Alec Soth.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Nadine Wietlisbach, die Direktorin des Fotomuseums, ergänzt diesen Bilderreigen durch eine eigene Auswahl, wobei sie sich in erster Linie an eher junge und aufstrebende Fotografinnen und Fotografen hält. Wietlisbach findet auf diese Weise eine gute Mischung aus Vergangenem und Zukünftigem.

Das Fotomuseum wurde 1993 noch zu analogen Zeiten gegründet. Es erlebte dann den Wandel hin zur digitalen Fotografie, der ums Jahr 2000 einsetzte. Heute steht das Museum wieder an vorderster Front, was neue Techniken betrifft. Das ist nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken, dass sich die Institution schon frühzeitig mit den digitalen Medien und Möglichkeiten auseinander gesetzt hat.

Gang durch die Epochen

Und so ermöglicht die Ausstellung einen Gang durch die Epochen, von der analogen zur digitalen Fotografie. Dokumentiert werden die wohl einschneidendsten Veränderungen der gesamten Fotogeschichte nach der Jahrtausendwende.

Das Fotomuseum gibt mit dieser Jubiläumsausstellung einen breiten Einblick in seine eigenen Bestände. Seit der Gründung des Museums ist das Sammeln von Fotografien ein wichtiger Aspekt seiner Aktivitäten. Es besitzt mittlerweile rund 8000 fotografische Objekte.

Ankäufe, Schenkungen und Leihgaben

Dabei profitiert das Museum auch von grosszügigen Schenkungen und Dauerleihgaben von privaten Förderern und Institutionen. Der Ausstellungskatalog, der zum Jubiläumsfest am 3. November erscheint, wird nochmals vertiefter auf die Sammlung eingehen und dabei auch Menschen zu Wort kommen lassen, welche die Entwicklung des Museums bis heute hautnah miterlebt haben.

Die Ausstellung dauert vom 20. Oktober bis 10. Februar 2019. Informationen unter www.fotomuseum.ch.

Verfasser: Renato Bagattini, ch-intercultur/sda