Chinesischer Maler Luo Ping im Museum Rietberg in Zürich

Blick ins Museum Rietberg

Blick ins Museum Rietberg

Das Museum Rietberg in Zürich zeigt bis 12. Juli Werke des chinesischen Malers Luo Ping (1733-1799). Luo Ping war frommer Buddhist und frecher Sonderling, liebevoller Gatte und tugendhafter Gelehrter ebenso wie charmanter Partygänger.

Der Facettenreichtum seiner Persönlichkeit spiegle sich auch in Luo Pings vielfältigem Oeuvre, schreibt das Museum Rietberg in seinen Medienunterlagen. Geboren wurde der Maler 1733 in der Kultur- und Wirtschaftsmetropole Yangzhou. Bereits in jungen Jahren machte er mit seinen künstlerischen Talenten von sich reden.

Mit 23 Jahren wurde Luo Ping Schüler von Jin Nong (1687-1763), einem führenden Vertreter der Yangzhouer Bohème. Bis zu Jins Tod verband die beiden eine enge Beziehung. Jin und Juo zählen zu den "Acht Exzentrikern von Yangzhou", einer losen Gruppe von Künstlern, welche die chinesische Malerei revolutionierten.

In seiner zweiten Lebenshälfte wirkte Luo Ping vor allem in Bejing. Aufsehen erregte er hier mit dem originellen Werk "Geisterbelustigung". In acht Szenen schildert er die Welt der Geister, die er, eigenen Worten zufolge, selbst gesehen habe.

Die "Geisterbelustigung" - "ein einmaliges Zeugnis in der Geschichte der Kunst" - misst über 25 Meter und verzeichnet mehr als 160 Aufschriften. Das Werk, das auch "Geisterrolle" genannt wird, ist ein Höhepunkt der Ausstellung im Museum Rietberg.

Die Schau versammelt Meisterwerke, die grösstenteils selten oder noch nie öffentlich ausgestellt waren. Viele Leihgaben aus chinesischen Museen zählen zu den "Nationalschätzen ersten Ranges".

Ergänzt werden Luo Pings Werke durch Arbeiten seines Lehrers Jin Nong, seiner Frau, seiner Kinder sowie seiner Freunde. Diese Auswahl ermögliche es, das Umfeld des Künstlers auszuloten und erlebbar zu machen, schreibt das Museum.

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