Bartoli erklärte, es sei "eine Ehre und ein Privileg" auf den Posten berufen worden zu sein. Um die Aufgabe zu erfüllen, werde sie all ihre "Kreativität, Passion und Hingabe" einsetzen.

Die 44-jährige Italienerin wird den Dirigenten Riccardo Muti ablösen, der seit 2007 das zu den Sommerfestspielen gehörende Festival mit Barockschwerpunkt leitet.

"Cecilia wird den Pfingstfestspielen Lebendigkeit und Leben einhauchen und ihre internationale Ausstrahlung verstärken", sagte Pereira. Jedoch werde es sich nicht um ein reines Barockfestival handeln, betonte er. "Das ist absoluter Blödsinn und würde die künstlerische Vielfalt von Cecilia Bartoli einschränken."

Die Mezzosopranistin verriet, dass sie für ihre erste Saison dennoch auf Barock setze und die Händel-Oper "Giulio Cesare" plane. Es werde pro Jahr eine Oper erarbeitet und zweimal am Pfingstwochenende gespielt.

Die Oper soll später in die Sommerfestspiele übernommen werden. Zudem seien jeweils Konzerte geplant, die den Themenschwerpunkt erweitern sollen. "Das könnten 2012 vor allem Stücke sein, die mit Kleopatra in Zusammenhang stehen", hiess es.

Unter anderem werde sie mit dem deutschen Countertenor Andreas Scholl und dem italienischen Dirigenten Giovanni Antonini zusammenarbeiten, sagte Bartoli. Auch werde sie wahrscheinlich selbst als Sängerin zu hören sein.

Die gebürtige Römerin ist einer der weltweit bekanntesten Opernstars und machte sich vor allem als Mozart- und Rossini-Interpretin einen Namen. Zuletzt feierte sie Erfolge mit ihrem Projekt "Sacrificium" und den wiederentdeckten Kastraten-Arien.