Gutes Design vereinfache Komplexes aufs Wesentliche und bringe so Klarheit in die grosse Unübersichtlichkeit. Die Reduktion von Komplexität müsse sich dabei an Einsteins Diktum orientieren, wonach man "die Dinge so einfach wie möglich machen soll - aber nicht einfacher". Dies, so Bundespräsident Berset, sei die Voraussetzung von Orientierung und damit auch Vertrauen.

Design, so schloss der Bundespräsident, beginne mit Empathie und sei "existenziell neugierig". Es frage unter anderem danach, was die Lebensumstände von Menschen verbessere, welchen Sinn sie im Leben suchten und mit welchen Mitteln sie danach suchten. Kurz: "Design ist die form-gewordene Suche nach uns selber".

Preisverleihungen

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat am Dienstag im Rahmen der Art Basel wiederum 17 Schweizer Designpreise verliehen. Die Auszeichnungen sind mit je 25'000 Franken dotiert.

Designpreise bekamen Zoé Aubry, Harry Bloch (Studio Harris Blondman), Julia Born, Céline Ducrot, Marietta Eugster, Christophe Guberan, Sereina Rothenberger & David Schatz (Hammer), Simon Husslein, Rafael Kouto, Xénia Lucie Laffely, Adrien Rovero, Laurin Schaub, Senta Simond, Jean-Vincent Simonet, Dan Solbach, Mikael Vilchez (Forbidden Denimeries) sowie Nicolas Polli & Salvatore Vitale (YET Magazine).

Den Schweizer Grand Prix Design 2018 erhielten zudem Cecile Feilchenfeldt, Felco und Rosemarie Tissi.

Die prämierten und weitere Werke werden bis zum 17. Juni in der Ausstellung Swiss Design Awards 2018 in der Halle 3 der Messe Basel gezeigt - laut Berset "Modekollektionen neben Büchern, Szenografieprojekte neben Stühlen, die neuesten Entwicklungen in der Designforschung neben fotografischen Experimenten".

Damit stelle sich der Designwettbewerb in Basel dem internationalen Publikum. "Das ist gut, denn das Schweizer Design muss den internationalen Vergleich nicht scheuen".