Konzert

Bob Dylan in Basel - Songs aus vier Dekaden eines Rockpoeten

Bob Dylan verzichtet auf Show (Archiv)

Bob Dylan verzichtet auf Show (Archiv)

Lange ist der letzte Besuch her. Am Dienstagabend hat Bob Dylan und seine Band in der St. Jakobshalle in Basel aufgespielt: Songs aus vier Dekaden, von 1962 bis zur CD «Modern Times» von 2006 waren zu hören.

Das Kaleidoskop des grossen Rockpoeten und seinen fünf Musikern dauerte runde zwei Stunden. Wie bereits Legende - Dylan verzichtete auch in Basel auf eine Show oder grosse Gesten, Ansagen gab es keine. Er liess seine fast 20 Songs für sich sprechen, auf seine eigenwillige - ja sperrige Art.

Bei der Auswahl war Überraschung statt Routine angesagt. Eine "Set-List" wie sie "normale" Popstars kennen, sind auf seiner "Never Ending Tour" fremd. Es scheint als wirble er seine zahlreichen Perlen durcheinander, nach Lust und Laune und jeden Abend anders - zumeist rockig und laut und mit viel Hall.

Das Repertoire wurde so für das Publikum zum munteren Rätselraten. "Masters of War" "I 'll Be Your Baby Tonigth" oder als Zugabe "All along the Watchtower" oder dann das legendäre "Blowin' in the Wind", so stark rhythmisiert, dass es fast nur anhand des Refrain-Textes erkennbar war.

Die Chancen stehen gut, dass am Genfer Konzert in knapp einer Woche ein komplett neues Dylan-Programm wartet. Er spielt ausser der Zugabe jeweils jeden Abend andere Songs.

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