Kunst

Blei-Spuren in Ai Weiweis «Sonnenblumenkernen» nachgewiesen

Der Künstler Ai Weiwei und seine Sonnenblumen (Archiv)

Der Künstler Ai Weiwei und seine Sonnenblumen (Archiv)

Neues Problem für den Londoner Kunst-Tempel Tate Modern: Die spektakuläre Installation «Sonnenblumenkerne» des chinesischen Künstlers Ai Weiwei in der Turbinenhalle des Museums ist mit Blei belastet.

Untersuchungen ergaben, dass der riesige Teppich aus 100 Millionen handgefertigten Sonnenblumenkernen aus Porzellan Spuren von Blei enthält. Es bestehe aber kein Gesundheitsrisiko, teilte eine Sprecherin des Museums am Samstag mit.

Auf der 1000 Quadratmeter grossen Fläche konnten Besucher zunächst über die in China einzeln bemalten Porzellan-Samen gehen und die Kerne auch in die Hand nehmen. Inzwischen dürfen Besucher nur noch von einer Brücke aus auf die Installation blicken. Die Ausstellung soll am 2. Mai enden.

Wenige Tage nach der Eröffnung war die Fläche gesperrt worden. Es wurde befürchtet, dass der durch die grossen Besuchermengen verursachte Porzellanstaub gesundheitsschädigend sein könnte.

Weitere Untersuchungen hätten nun ergeben, dass in der zur Bemalung des Porzellans verwendeten Farbe Blei enthalten ist. Blei ist ein giftiges Schwermetall, das vor allem für Kinder und Schwangere gefährlich ist.

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