Freilichtmuseum

Ballenberg schreibt dank Spendenaufruf schwarze Zahlen

Ballenberg: Um 1780 erbautes Weinbauernhaus aus Richterswil ZH

Ballenberg: Um 1780 erbautes Weinbauernhaus aus Richterswil ZH

Das Schweizerische Freilichtmuseum Ballenberg hat das Jahr 2013 mit einem kleinen Ertragsüberschuss von rund 4500 Franken abgeschlossen. Das positive Ergebnis kam aber nur dank eines erfolgreichen Spendenaufrufs zustande.

Norbert Schmid, Leiter Marketing, sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, ohne diese Spenden würde die Rechnung "ein substanzielles Defizit" aufweisen. Die Museumsleitung führt die schwarzen Zahlen auch auf eine konsequente Ausgabenkontrolle zurück.

Zum Spenden aufgerufen hatte das Museum die Bevölkerung im vergangenen November, nachdem 20'000 Besucher weniger das Gelände besucht hatten als budgetiert. Rund 228'000 Personen betraten im vergangenen Jahr das Museumsareal - zirka 11'000 weniger als im Vorjahr.

Von den Besucherzahlen her befindet sich der Ballenberg nun wieder auf dem Stand der frühen Nuller-Jahre. Dies nach einem Besucheransturm in den Jahren 2007 bis 2011, der im Rekordjahr 2009 in der Zahl von fast 310'000 Eintritten gipfelte.

Luginbühl-Motion bleibt für Museum aktuell

Das positive Ergebnis der Rechnung 2013 steht auf den ersten Blick im Kontrast zu einer Motion des Berner Ständerats Werner Luginbühl, mit der dieser vom Bund einen "substanziell höheren" Beitrag an die Betriebskosten des Museums fordert. Dies auch mit Blick auf den Investitionsbedarf des Ballenbergs.

Trotz der positiven Rechnung 2013 brauche das Freilichtmuseum mehr Bundesgelder, sagt dazu Schmid. "Schliesslich können wir nicht jedes Jahr einen Spendenaufruf erlassen." Zudem gehe es in Luginbühls Vorstoss - er ist Mitglied des Ballenberg-Stiftungsrats - um die langfristige Sicherung des Freilichtmuseums.

Der Ständerat hat sich kürzlich hinter die Forderung des Berner BDP-Mitglieds gestellt. Die Motion geht nun an den Nationalrat.

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