Birrfeld

Argovia erwartet 70 000 Gäste

Wegen der EM hat Argovia letztes Jahr keine Party gegeben, im Juni ist es wieder so weit. Im Bild Göläs Auftritt 2007.

Argovia Fäscht

Wegen der EM hat Argovia letztes Jahr keine Party gegeben, im Juni ist es wieder so weit. Im Bild Göläs Auftritt 2007.

Nach einem Jahr Pause kehrt am 5. und 6. Juni das Argovia-Fäscht zurück: Grössen wie Stress, Seven und die Lovebugs werden auf dem Birrfeld auftreten.

Michele Coviello

Alles hatte mit einem Grill und einem Getränkebuffet im damaligen Brugger Studio von Radio Argovia begonnen. Unterdessen ist das Argovia-Fäscht gemeinsam mit dem Radiosender gewachsen. Er ist ein Grossanlass geworden, der Massen anzieht.

Das soll auch am Wochenende vom 5. und 6. Juni dieses Jahres so sein. Dann heisst es wieder: Happy Birthday, Argovia. Der 19. Geburtstag wird auf dem Birrfeld mit dem traditionellen Argovia-Fäscht gefeiert. Letztes Jahr war es wegen der Europameisterschaft ausgefallen, nun kommt es prominent zurück: Stress, Seven, die Lovebugs und Ritschi sind als Top-Acts gebucht. Sie werden am Samstag für den Höhepunkt der Feier sorgen. Und sie werden wieder viel Publikum anlocken. An der letzten Ausgabe im Jahr 2007 hatten 70 000 Gäste das Fest besucht. Marco Kugel, Marketingleiter von Radio Argovia, geht davon aus, dass es in diesem Juni gleich viele sein werden.

Gratis, wie immer, wird das Argovia-Fäscht auch dieses Jahr sein. «Das gehört zu unserer Philosophie», sagt Marco Kugel, «mit diesem Anlass wollen wir unseren Hörern etwas zurückgeben.» Er sieht keinen Bedarf, dies zu ändern. Auch in Zukunft soll das Argovia-Fäscht für seine Besucher umsonst bleiben - der Sender hingegen greift tief in die Tasche. Eine Million Franken lässt er sich die «grösste Geburtstagsparty der Schweiz» kosten.

Dazu bieten dem Privatradio viele Sponsoren Hand. «Wir können uns sehr glücklich schätzen», sagt Marco Kugel, «weil wir regionale und nationale Partner haben, die uns unterstützen und an unser Fest glauben - trotz der herrschenden Krise.»

«Ohne die Gemeinden, die Flugplatzbetreiber auf dem Birrfeld und die Landwirte hätte nichts stattfinden können», unterstreicht Kugel, auf ihr Goodwill seien sie angewiesen. Diese zeigten sich nicht nur grosszügig bei der Vergabe des Festareals, sondern auch, wenn es darum ging, genügend Felder für die Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Besonders dieses Jahr wurde es eng: Wegen zu hohen Nitratgehalts dürfen Landwirte auf dem Birrfeld viele ihrer Felder nicht nutzen, auch nicht als Parkplätze fürs Fest. Vor drei Wochen haben die Organisatoren aber die letzten Lücken schliessen können. «Nun haben wir sicher genug Parkgelegenheiten», sagt Kugel, «vielleicht sind sie aber nicht so attraktiv gelegen.» Deshalb wurde auch das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln verstärkt: 50 Busse sollen die Gäste aus allen Ecken des Kantons aufs Birrfeld und eine halbe Stunde nach Schluss wieder nach Hause fahren - am Freitag bis 2.30 Uhr, am Samstag bis 4.30 Uhr.

Ein Monat vor dem Event laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Wo heute nur Felder stehen, wird schon bald ein Festgelände mit dem Charakter eines Open Airs aus dem Boden gestampft. Auf rund 3,5 Hektaren reiht sich Bar an Bar: Alle 70 Stände werden am Freitag, 6. Juni, ab 18 Uhr mit dem Beizlifäscht die Festivitäten eröffnen.

Die Koordination ist aufwändig. Wer, was, wann wohin bringe, das werde derzeit geplant, sagt Kugel. Die Zahlen sind eindrücklich: Das ganze Gelände muss mit 3000 Laufmeter Zaun umgeben werden, 140 Toiletten sind zu montieren, Wasser und Strom müssen angeschlossen werden, eine Küche für 700 bis 800 Menüs für die VIP-Gäste wird entstehen, 1100 Pfähle und 11 Kilometer Band umranden die Parkplätze.

Ein privater Sicherheitsdienst, Kantonspolizei und Sanität sind aufgeboten. Bestellen können die Organisatoren eigentlich nur noch eines: gutes Wetter.

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