Musik

Africa gibt am ersten Abend am Willisauer Jazz-Festival den Ton an

Niklaus Troxler wird das Jazz  Festival in Willisau zum letzten Jahr leiten

Niklaus Troxler wird das Jazz Festival in Willisau zum letzten Jahr leiten

Ende einer Aera: Das letzte Jazz Festival Willisau unter der Leitung seines Initianten Niklaus Troxler ist eröffnet. Noch einmal hat er dem Programm seinen Stempel aufgedrückt. Nächstes Jahr übernimmt sein Neffe Arno Troxler die Leitung.

Der Eröffnungsabend hat unter dem Motto "Africa" gestanden. Neben den African Jazz Allstars ist das südafrikanische Zimology Quartet zu hören. Damit schliesst sich ein Kreis zum ersten Festival von 1975. Damals trat im ersten Konzert die Brotherhood of Breath des Südafrikaners Chris McGregor auf.

Essenzielle Pfeiler des Jazz wollte der 62-jährige Niklaus Troxler dem Publikum in seinem letzten Festival präsentieren, das bis zum Sonntag dauert. Dazu gehört seiner Meinung nach neben Afrika die Great Black Music, Blues, die amerikanische Avantgarde, aber auch Dada und die europäische Szene.

Den amerikanischen Stamm verteten in diesem Jahr die Gruppen von James "Blood" Ulmer, John Scofield, Ray Anderson und Marty Ehrlich sowie Marc Ribot. John Wolf Brennans Gruppe Pago Libre bringt eine Hommage an Dada, während der Engländer Mike Westbrook die Musik der Beatles aufbereitet.

Ausserordentlich gut vertreten ist in diesem Jahr der Jazz aus der Schweiz mit dem Elina Duni Quartet, dem Vera Kappeler Trio, der Manuel Mengis Gruppe 6, mit Lucas Niggli (zusammen mit der Chinesin Xu Fengxia) sowie Feigenwinter 3.

Rund 900 Konzerte hat Niklaus Troxler inzwischen organisiert und insgesamt waren um die 2500 Musiker und Musikerinnen zu Gast im Städtchen im Luzerner Hinterland.

Der Entscheid aufzuhören sei kein Schnellschuss gesehen, sagt der 62-Jährige. "Ich wollte die Nachfolge regeln, solange wir noch im Saft sind." In seinem Neffen sieht er den idealen Nachfolger.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1