Adrian Stern besinnt sich zurück auf seine Anfänge als Musiker und geht diesen Frühling auf eine Solotour als Sänger und Gitarrist. «Mit der Band rutsche ich in die Rolle des Sängers. Doch eigentlich habe ich mich schon immer als Gitarrist empfunden, der auch noch singt und Texte schreibt», sagt Stern. Mit der Solotour «Früehligsputz» kann er dies ausleben und dabei den Wunsch seiner Mutter erfüllen. «Sie sagt immer, solo sei ich am besten. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass sie laute Musik nicht mag.»

Die Konzerte werden im kleinen Rahmen stattfinden. «Trotzdem werde ich bestimmt noch einen Tick nervöser sein, als wenn ich mit der Band spiele», vermutet Stern. Im rund 80-minütigen Programm gibt es alte Songs, die Stern frisch interpretiert sowie neue Songs, die zum ersten Mal zu hören sein werden. Dabei begleitet er sich selber auf der akustischen oder der elektrischen Gitarre. Nur selten greift er zu technischen Hilfsmitteln. Als Überraschung plant Stern einen englischen Coversong sowie die Aufnahme eines Publikumswunsches ins Programm. «Die Zuschauer können vor der Pause einen Song wählen, den ich in der Pause einstudiere.» Dies versprich amüsant zu werden.

Zugunsten der Solotour muss das ursprünglich auf Februar geplante neue Album noch etwas warten. Kommt hinzu, dass Stern am Theater am Hechtplatz für ein Theaterstück probt, das ab Mitte April zu sehen ist. So rutscht das Album in der Terminplanung nach hinten. Es soll Anfang Herbst erscheinen und wieder mit der Band eingespielt werden. Neben dem neuen Produzenten, Roman Camenzind, der schon Lovebugs und Baschis Musik aufnahm, wird auch die Solotour Einfluss darauf haben. «Ich kehre zurück zur akustischen Gitarre und will keine Bretter mehr wie früher», betont Stern. Dafür erhalten der Bass sowie das Schlagzeug mehr Härte und werden so zum Gegenpol der sanfter gewordenen Gitarre.