Dies sei ein "grosser Meilenstein" für die Küstenbewohner, welche die rechtmässigen Besitzer dieser wertvollen Artefakte seien, sagte Kulturministerin Amina Mohamed bei der Übergabe. Einige der Objekte waren einst im Besitz von Hollywood-Star Gene Hackman.

Die Mijikenda sind eine Gruppe von mehreren Völkern, die an der Küste Kenias leben. Die Grabtafeln, genannt Vigango, bilden Verstorbene des Volkes der Giriama nach und gelten traditionell als Vermittler zwischen der Welt der Lebenden und derjenigen der Vorfahren.

Vermutlich wurden die 30 Vigango gestohlen und gelangten über Kunsthändler in die USA. Die Artefakte seien später unter anderem von Schauspieler Hackman an das Denver Museum of Nature and Science gestiftet worden, sagte Mohamed. Die Tafeln würden entweder in den Besitz der Familien, denen sie einst gehörten, oder - wenn diese nicht aufzufinden sind - der Gemeinden gehen, wie ein Vertreter der Museen Kenias sagte.

Vor allem in den 1980ern begann der Diebstahl und Verkauf dieser Grabtafeln zu boomen, wie Joseph Karisa Mwarandu sagte. Er ist ein Ältester der Gemeinde und Generalsekretär der Kulturvereinigung des Bezirks Malindi. Demnach sind an dem Diebstahl auch junge Anwohner beteiligt, welche die Bedeutung der Vigango nicht verstünden. Mindestens 294 dieser Tafeln seien gestohlen worden.