von Jörg Baumann

Mitmenschlich gesinnte Ingenbohler Schwestern gründeten vor 120 Jahren das St. Josefsheim in Bremgarten, das inzwischen als St.-Josef-Stiftung firmiert. Das Heim widmet sich der Betreuung und Schulung von behinderten jungen Menschen. Nach vielen Jahren verzichtet die Heilpädagogische Schule heuer auf die traditionelle Weihnachtsfeier, sondern führt am 11., 12. und 17. Dezember für die Eltern und die Bevölkerung im Lichthof der Schule das Musical «Em Lunimaa sin Traum» auf.

120 Schülerinnen und Schüler treten auf die Bühne. Das teilt der Projektleiter Peter Annen mit, der im Heim die Administration führt. «Wir kaufen das Musical nicht ein, sondern bauen es von A bis Z mit unseren Schülern zusammen», betont die künstlerische Leiterin Sonja Gerber, stellvertretende Leiterin der Heilpädagogischen Schule.

Das Musical lebt zur Hauptsache von der Musik und weniger vom Text. Die Geschichte ist einfach und eingängig: «Lunimaa» ist traurig. Wieder einmal soll er Weihnachten allein verbringen. Beim Schmücken des Weihnachtsbaums schläft er schliesslich ein. Er träumt, dass ihn Heidi, das Aschenbrödel und ihr Prinz, Lucky Luke aus dem Wilden Westen und der Zwerg Pumuckl besuchen kommen und ihm dabei die Langeweile vertreiben.

Die Schülerinnen und Schüler sind am Proben, einige von ihnen stellen zusammen mit den Lehrkräften die Kulissen und die Requisiten her. Erwachsene Mitstreiter verstärken das Live-Orchester, das die von Michael Jud (Züberwangen) arrangierten, bekannten Melodien vortragen wird.

Für Manfred Breitschmid, Leiter der St.-Josef-Stiftung, ist das Musical eine willkommene Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu machen - nicht zuletzt bei Entscheidungsträgern, die über die Beiträge an die Behinderteninstitutionen befinden.