Am Dienstag empfingen Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie, und Christian Ring, Direktor der Nolde Stiftung Seebüll, die aus Frankreich angereiste Sophie Noblia als 120'000ste Besucherin der seit April laufenden Ausstellung, wie die Freunde der Nationalgalerie mitteilten.

"Emil Nolde – Eine deutsche Legende. Der Künstler im Nationalsozialismus" ist noch bis zum 15. September zu sehen. Die Ausstellung zeigt das künstlerische Werk des Expressionisten Nolde erstmals auf Basis neuer Erkenntnisse im historischen Kontext seiner Biografie und ideologischen Haltung.

Nolde wurde von den Nazis zwar als "entarteter Künstler" diffamiert, war aber auch NS-Parteimitglied, Antisemit, Rassist und bis zum Ende der NS-Zeit überzeugter Nationalsozialist.

Gezeigt wird auch Noldes Gemälde "Brecher" von 1936. Das Bild hing mit "Blumengarten (Thersens Haus)" von 1915 als Leihgabe im Arbeitszimmer der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. Sie liess nicht nur den "Brecher" für die Ausstellung von der Wand nehmen, sondern gab auch gleich den "Blumengarten" ab. Beide Bilder wollte sie ohne nähere Begründung nicht zurück.