Eurovision Song Contest

Anna Letzte: «Wir sind traurig und enttäuscht»

Zum ersten Mal seit 2006 stand die Schweiz wieder einmal im Final des Eurovision Song Contest. Doch dort ging Anna Rossinelli unter und wurde mit Abstand Letzte. Die Schweiz bekam nur 19 Punkte. Den Sieg holte Aserbaidschan vor Italien und Schweden.

Um 22.03 Uhr betrat Anna im roten Kleid und der Startnummer 13, die zur Unglückszahl werden sollte, die Bühne in Düsseldorf.

Die sympathische Baslerin lachte und entzückte von Anfang an. Dann, kurz nach Mitternacht ist klar: Die Schweiz will in Europa einmal mehr nicht ankommen und erhält nur von Grossbritannien (10 Punkte), der Slowakei (4) und Serbien (5) Punkte. Damit wird die Schweiz mit nur 19 Punkten abgeschlagen Letzte.

Anna Rossinelli und ihre Musiker können es fast nicht glauben. «Wir sind etwas traurig und enttäuscht», sagt Anna dem Radiosender DRS. Trotzdem ist sie zufrieden mit ihrem Auftritt. «Wir haben es gut gemacht», sagt sie. Und sie würde auch wieder mitmachen, weil der ESC eine gigantische Plattform sei, bei der einem Millionen Menschen zuschauen würden.

Die Band meldet auch Zweifel an, ob die Schweiz überhaupt in ein solches Format passe. Denn einmal mehr haben Länderallianzen, vor allem im Osten, gut gespielt. Rossinelli will allerdings dem nicht alleine die Schuld an ihrem mässigen Abschneiden geben. Und sie sagt auch: «Es ist nicht hoffungslos».

Aserbaidschan gewinnt zum ersten Mal

Aserbaidschan bekam hingegen am meisten Punkte und gewann den Eurovision Song Contest. Für das Land im Osten Europas ist es der erste Sieg in der Grand-Prix-Geschichte. Das Land nahm erst zum vierten Mal am Wettbewerb teil.

Die ESC-Gewinner Ell und Nikki mit «Running Scared»

Ell und Nikki: Die Sieger aus Aserbaidschan

Für Aserbaidschan holte das Duo Ell und Nikki den Titel mit seinem gefühlvollen Liebeslied «Running Scared». Der Song mit Anleihen bei westlichen Pop-Balladen geht unter die Haut.

Italiens Swingnummer

Italien kam nach 14-jähriger Eurovision-Pause mit Raphael Gualazzi und einer Swingnummer auf Platz zwei, Schweden belegte Platz drei. Vor allem Schweden konnte lange mithalten. Erst ganz am Schluss musste sich Eric Saade mit seinem Song «Popular» von Italien den zweiten Platz wegschnappen lassen. Die deutsch Titelverteidigerin Lena kam mit ihrem Song «Taken By a Stranger» auf den zehnten Platz.

Im Finale waren alle 43 diesjährigen Grand-Prix-Teilnehmer stimmberechtigt, also auch die Nationen, die bereits im Halbfinale ausgeschieden waren.

Der glücklichste Mensch der Welt

Die Gewinner Ell und Nikki alias Eldar Gasimov und Nigar Jamal waren sich nach dem Sieg total aus dem Häuschen. Der 21-jährige Sänger Gasimov sagte der Nachrichtenagentur AP, er sei gerade der glücklichste Mensch der Welt. Im nächsten Jahr findet der ESC in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku statt. (sha)

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