In dem Buch geht es um ein 18-jähriges Mädchen im Nordirland des Bürgerkriegs und ihre Erfahrungen mit sexueller Nötigung, konfessionellen Konflikten und soziale Zwängen.

Burns habe die Stimme der "lustigen, widerstandsfähigen, scharfsinnigen, offenen" Ich-Erzählerin ausgeprägt und überzeugend umgesetzt, so die Jury.

Burns zeigte sich überrascht von der Auszeichnung. In einer kurzen Ansprache dankte sie ihren Agenten, Verlegern und Freunden. "Oh mein Gott, ich höre besser auf", sagte sie, bevor sie atemlos von der Bühne stürmte.

Der Man Booker Prize ist der wichtigste britische Literaturpreis. Er ist mit 50'000 Pfund dotiert. Ausgezeichnet werden Autoren, die auf Englisch schreiben und deren Werke in Grossbritannien erscheinen. Die Trophäe wurde von der Frau des britischen Thronfolgers Prinz Charles, Herzogin Camilla, überreicht.

Im vergangenen Jahr bekam der US-Amerikaner George Saunders den Man-Booker-Literaturpreis. Er erhielt die Auszeichnung für seinen Debütroman "Lincoln in the Bardo". Zu den bisherigen Gewinnern zählen auch Margaret Atwood und Salman Rushdie.