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Alles nur gespielt? Schwere Vorwürfe gegen neue SF-Casting-Show

Gestern Abend startete das neue Casting-Format: Schon jetzt beeinträchtigen schwere Vorwürfe die Glaubwürdigkeit der Show. Pikante Enthüllungen werfen ein völlig neues Licht auf die bei den Talenten angeblich so begehrte Casting-Show.

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Die Talentsucher

Die Talentsucher

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Man hatte enorm Mühe, unterschiedliche und charismatische Künstler zu finden. Nach dem Casting-Aufruf im vergangenen Jahr meldeten sich vor allem Gesangs-Talente. So kontaktierte das Schweizer Fernsehen unüblicherweise Künstler und Agenturen, und bettelte um Anmeldungen - bot einigen Teilnehmern sogar Gagen in Form von Spesen an und garantierte ihnen, sie auf keinen Fall vor der Kamera bloss zu stellen», verrät ein Mitarbeiter des Schweizer Fernsehen der Zeitung «Der Sonntag».

«Um auch etwas verrückte Teilnehmer zu finden, wurden sogar Schauspieler-Agenturen kontaktiert.» Sind einige Auftritte in der Show also nur inszeniert? Es scheint so: «Ich hätte mich nie selber angemeldet und hatte anfangs grosse Bedenken gegenüber der Show. Denn man sieht ja, wie einige Teilnehmer in Deutschland in den Berichterstattungen lächerlich gemacht werden», so Akrobatin Nina Burri (30).

Bezahlung nicht ausgeschlossen?

Auf Anfrage von «Sonntag» verrät sie, dass sie von einem SF-Redaktor kontaktiert wurde. Er habe sie dann schliesslich zur Teilnahme überreden können und ihr zugesichert, dass sie auf keinen Fall blöd dargestellt werde - und auch nicht von der Jury hämisch kritisiert werde. Burri: «Es sei wichtig, dass es eine bunte Show gebe, darum wollte man mich unbedingt dabei haben.» Ob und in welcher Form sie für ihren Auftritt bezahlt wird, wollte sie nicht verraten. «Man bat mich, nicht über die Kontaktaufnahme zu reden.»

Auch mit der Kandidatin Natalia Macauley (27) setzt das Schweizer Fernsehen seinen Zuschauern eine Alt-Bekannte vor: Mit ihrer lasziven Choreografie in einer durchsichtigen Halbkugel aus Glas, gefüllt mit Wasser, brachte Natalia schon Sylvie van der Vaart (32) in der RTL-Show «Das Supertalent» zum Träumen. «Ich wurde kontaktiert und angefragt, ob Natalia mitmachen würde», bestätigt Natalias Manager Erhard Fisoler. «Als Gegenleistung erhalten wir grosszügige Reise- und Unterkunftspesen.»

In einem Interview mit dem "Sonntag" bestätigt der zuständige SRF-Bereichsleiter für Shows & Events, Sven Sarbach: "Das Format sieht ausdrücklich vor, dass auch bestehende Künstler angefragt werden können. Wir haben im letzten Sommer die Kandidatensuche aktiv auf möglichst viele Bereiche ausgedehnt, um auch Künstler anzusprechen, die vielleicht über die herkömmlichen Kommunikationswege nicht erreicht werden. Die Spesenentschädigungen werden individuell mit den jeweiligen Kandidaten abgemacht und richten sich nach Aufwand, Reise- oder Materialkosten."

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