Polemik

Wie endete Dr. Beat Klötis harter Tag?

Der harte Schweizer Franken

Der harte Schweizer Franken

Dr. Beat Klöti, Analyst in der Privatbank Empire&Rütli, hatte einen lästigen Termin: Meeting mit der Presse. Thema: «Chance als Krise – der harte Schweizer Franken».

Im Warm-up gaben Kommunikationslakaien zu bedenken, dass man gewöhnlich anders formuliere: «Krise als Chance» statt «Chance als Krise». Schweren Herzens krebste Klöti zurück, zur «Krise als Chance». Einen Satz liess er sich nicht ausschnorren: «Wir bleiben hart im Kampf gegen den harten Franken.»

Die Presse marschierte spärlich auf, die wenigen Anwesenden gähnten. Freude machte Klöti nur dem Vertreter der Exportwirtschaft. Der salutierte mit Cäsarengruss und rief: «Sic transit harter Schweizer Franken!» Im Börsenfernsehen gelang Klöti ein neuer Rekord – ein Lakai musste mitzählen, den Finger an der Apple-Watch: Während fünf Minuten hatte Klöti vierhundertzweiundsechzig Mal die Worte «harter Schweizer Franken» platziert.

Spätabends sank er ins Bett. Madame Klöti drehte sich um, mit jenem Lächeln, das jeder Gatte fürchtet. «Es war ein harter Tag», sagte Klöti. «Genau das braucht Entspannung.» – «Schatz ...», flehte Klöti. «Ich weiss», seufzte sie, «der harte Schweizer Franken.»

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